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Dipl.Tierpsychologe/Hunde
04.07.2009, 16:05
Da die Thematik "Kastration" doch immer wieder aktuell wird, möchte ich Stellung beziehen. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass nach TSchV [Tierschutzverordnung], Art. 24, alle Amputationen zur Erleichterung der Haltung grundsätzlich verboten sind. Das Tierspital Zürich wurde bereits einmal angezeigt, da es ohne Nachfragen und Erkundigen kastriert. Wenn also ein Tier kastriert wird, damit der Blindenführhund führiger wird, die Katze nicht mehr miaut, die Hündin nicht mehr den Teppich besudelt, ist dies strafbar. Sowohl der behandelnde Tierarzt als auch der Auftraggeber zur Kastration machen sich strafbar.

Zitat:
ich habe einen Rüden Labrador Mix aus Griechenland. [....] Soll ich nun das Tier Kastrieren lassen oder lieber doch nicht. [....] was besser ist?

Was optimaler ist oder nicht, lässt sich nur durch eine Begutachtung vor Ort entscheiden. Rüden können ein sehr erfüllendes Leben führen, auch als Nichtkastraten. Es kann allerdings sein, und kommt auch vor, dass er nicht ganz ohne Sex leben kann. Bei Hunden des selbigen Haushaltes, besteht die Möglichkeit, den Rüden zu sterilisieren [Samenleiter durchtrennen] sodass er eine Sexualität mit der Hündin leben kann, ohne unerwünschten Nachwuchs. Auch kann bei Rüde und Hündin der Besitzer ein Handtuch um sein Bein wickeln, so dass der Hund daran masturbieren kann. Es gibt aber auch Hunde, die ohne Sexualität leben können.

Zitat:
Mit dieser Frage stechen Sie in ein Wespennest. Die Frage nach dem Kastrieren ist eine Glaubensfrage - und genau so kontrovers wird sie diskutiert!


Und genau da liegt der Kardinalfehler. Es sollte nebst Alltagswissen auch wissenschaftliches Wissen aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. So gibt es die Bielefelder Kastrationsstudie:
http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit/kastration/kastration.html
Und Videointerviews von Fachpersonen:
http://www.tiergesundheit-aktuell.de/videos/kleintiervideo-9.php

Zitat:
Ich versuche, Ihnen eine [...] Liste aller Für-und-Wider zu erstellen, inklusive den kursierenden Falschaussagen. Ob eine Kastration für Ihren Hund in Frage kommt, müssen letztendlich Sie alleine entscheiden.
Ein Rüde ohne Hundefamilie: Ist das natürlich?
Ja! Nur Leitwölfe dürfen Leitwölfinnen decken. Alle unterlegenen Wölfe dürfen nicht! Da ein Haushund eigentlich maximal die Nr. 2 im Haushalt sein sollte, ist ein Leben ohne Nachkommen nicht unnatürlich.
[....][quote]

Das stimmt so nicht. Haushunde sind keine Wölfe, und selbst bei Wölfen kann der Betarüde reproduzieren. Zudem ist nicht nur der Rang des Rüden, sondern auch der Wille der Wölfin relevant. Deswegen kann nicht 1:1 vom Wolf auf den Hund geschlossen werden. Auch die soziale Frigidität wie sie in der Wildbiologie bekannt ist, finden wir bei den Haushunden nicht oft. Auch der Faktor von guter Nahrung, wenig Stressoren und gesundheitliche Massnahmen, sorgen dafür, dass mit der Domestikation zusammen, die Reproduktion und die sexuelle Rezeption sich veränderten. Auch darf nicht vergessen werden, dass Sexualität nicht nur Nachkommen hervorbringt, sondern Glücksgefühle, Stressabbau, und soziale Bindung. Deswegen wäre es wichtig, wenn dieses normale Verhalten nicht einfach nur verdrängt wird, weil der Mensch verklemmt ist, sondern respektiert wird.

Zitat:
Raufen kastrierte Rüden weniger?
Das stimmt in der Regel, denn sie wollen nicht bei jeder Begegnung wissen, wer der "Leitwolf" ist. Rüden, die ständig raufen [....], sind als Kastraten freundlicher. Allerdings wird ihr Charakter [....] nicht verändert, sondern nur das Verhältnis zu anderen Rüden.


Stressoren allgemein können zu Aggressionsverhalten und Kommentkämpfen führen. Dass fremde Hunde - welches Geschlecht auch immer - sofort den Leitwolf raushängen lassen wollen, ist eine Saga von Laien. Häufig entsteht Spannung zwischen diesen Individuen, und zeigt sich im ambivalenten Verhalten. Zum einen wollen sie sich beriechen, und treten näher, aber doch zugleich eine Individualdistanz, und nehmen Abstand. Dies äussert sich im Imponierverhalten und parallel und antiparallel stehen. Kurz: Strressoren können zu Aggressionsverhalten führen. Testosteron wirkt auf jedes Individuum anderst. Bei einigen Arten sogar, wird nach sozialem Abstieg vermehrt Testosteron produziert, bei anderen Arten durch den sozialemn Anstieg, bei den nächsten Arten wird wegen des höheren Ranges mehr Tesosteron sezerniert - und nicht wegen mehr Testosteron mehr Rang. Die endokrinologische Forschung steht noch in den Kindernschuhen.

Zitat:
[....] Es stimmt nicht, dass kastrierte Rüden nicht mehr mit Freude bei der Arbeit sind. Vielleicht könnte man das etwas reduzierte Imponiergehabe bemängeln, welches die Rüden „showfähiger“ erscheinen lassen. Im Gegenteil, Kastraten lassen sich nicht so schnell durch einen Geruch von Hündinnen ablenken.


Nicht korrekt. Arbeiten zeigen auf, dass frühkastrierte Hunde, >6 mon., nur noch aus Spiel arbeiten, und ein ernsthafteres Arbeitenb wie bei den Diensthunden nicht mehr möglich ist. Spiel ist - das wissen wenige - eine gehemmte Lernplattform. Hunde können freudig arbeiten, ist aber kein Spiel. Leider wird alles für Spiel verkauft, wegen Unwissenheit, was verhaltensbiologisch inkorrekt ist.

Zitat:
Wenn Sie Ihren Mischlingshund nicht für die Zucht verwenden wollen, so sollten Sie sich wirklich überlegen, ob Sie das Risiko einer ungewollten Deckung in Kauf nehmen wollen. Und selbst falls Sie mit dem Gedanken spielen, den Hund einmal decken zu lassen, so berücksichtigen Sie bitte bei Ihren Überlegungen, dass für jeden Welpen ein guter Platz gefunden werden sollte. Diese Verantwortung tragen Sie auch als Besitzerin eines Rüden. In Zeiten, da Hunde als überzählig "entsorgt" werden müssen, scheint mir dies wirklich ein Gedanke wert zu sein.


Bei der Kastration werden die Hoden des Rüdens, und die Eierstöcke der Hündin entfernt - manchesmal auch bei der Hündin eine Hysterektomie, also die Gebärmutter auch mit raus. Bei der Sterilisation hingegen wird nur der Samenleiter des Rüden, und die Eileiter der Hündin entfernt. Das wissen leider nicht alle Tierärzte, und erwähnen es im Orientierungsgespräch nicht erst einmal.
Pyometra [Gebärmuttervereiterung] entsteht, wenn nach der Läufigkeit der Gebärmutterkanal sich schliesst, und Bakterien mit eingeschlossen werden. Deswegen würde eine Hysterektomie [Entfernung der Gebärmutter] absolut ausreichen.

Zitat:
Wollen Sie Ihren Rüden kastrieren, so warten Sie am besten ab, bis er erwachsen ist (Ausnahme: überaggressive Hunde). Haben Sie sich dann immer noch nicht entschieden, so können Sie ihn „auf Zeit“ kastrieren mit einem neuen Medikament namens „Suprelorin“. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber.


Auch hier muss ich mich fragen, was ist hyperaggressiv? Wie ist es operational definiert? Bitte mehr Sachlichkeit.

Zitat:
wir besitzen 2 Border Collie Hündinnen, die nun älter (10 1/2 und 8 Jahre alt sind.
Mit desen Hündinnen hatten wir gezüchtet. Sie sollen nun aber ihren Lebensabend als Familienhund geniessen dürfen. Da wir aber seit einem halben Jahr einen intakten Rüden im Haus haben, stellt sich nun die Frage, ob wir die beiden Damen kastrieren sollten.[....]

Hier empfehle ich die Sterilisation, sodass ein Sexualleben möglich wird, ohne Nachkommen. Sie sollten sich fragen, wieso ein intakter Rüde, wenn sie zwei intakte Hündinnen haben - ist es doch absehbar, was das bedeutet, betreffs Sexualität.

Zitat:
Da 25% der unkastrierten Hündinnen an Gebärmutterproblemen leiden,


Sie differenzieren nicht, wie alt ist die Hündin, wann trat die Krankheit auf, gibt es Kofaktoren, wie war das Studiendesign und viels mehr fehlt. Unwissenschaftlich.

Zitat:
könnten Sie sie mittels einer Kastration der beiden Hündinnen nicht nur den Hausfrieden sichern, sondern sie würden gleichzeitig die Chancen für einen problemloseren Lebensabend erhöhen.


Dies ist eine Aussage, die anthropomorph ist. Nur weil der Mensch gestresst ist, bedeutet dies nicht, dass eine Du-Evidenz möglich, und es auch beim Hund so ist.

Zitat:
wir haben unsere Hündinnen (9 und 11j. alt) Anfang April kastrieren lassen.
Nun zeigt die jüngere Hündin seit etwa 1 Woche extreme Stimmungsschwankungen.
Dies zeigt sich, indem sie in einem Moment dastehen kann, die Rute eingeklemmt und darauf horcht, ob es draussen nun donnert, oder nicht. Im nächsten Moment rennt sie freudig los, wedelt und spielt.
Ich gebe zu, dass sie schon früher auf Gewitter reagiert hat, aber erst, wenn eines da war. Nicht schon, wenn nur ein paar Wölkchen am Himmel standen.


Sexualhormone sind nicht nur für die Sexualität relevant, sondern haben auch extragenitale Wirkung, wie: Zellpermeabilität, Wasser- und Natriumretention sowie Epiphysenschluss und andere. Deswegen kann eine Auswirkung auf die behaviorale Ebene nicht ausgeschlossen werden.
Zum Schluss nochmal Infos:
www.tiergesundheit-aktuell/videos/kleintiervideo-9.php
www.homoeotherapie.de/tiergesundheit/kastration/kastration.html
www.animalreproduction.ch
Bedenken sie: Keine Sexualität ist ebenso abnormal für adulte Tiere. Hunde müssen nicht nur Sitz und Platz können, sondern sich auch sozial verhalten können. Denken sie daran, dass der kleine Jungspund erwachsen wird, und somit ein Sexualverhalten entwickelt, was normal ist. Bereiten sie sich darauf vor.

<ABSATZ AUFGRUND VON NUTZERBESCHWERDEN WEGEN MISSVERSTÄNDLICHER AUSSAGE GELÖSCHT - ADMIN>

Wenn sie Hilfe benötigen, holen sie einen erfahrenen Verhaltensberater. Bedenken sie, Tierärzte wissen viel, aber nicht alles. So müssen sie nach wie vor an der Staatsprüfung nichts über Haustierverhalten wissen, entsprechend sind auch ihre Aussagen darüber. Das wird sich hoffentlich bald ändern.

Netti
20.03.2010, 16:38
Hallo Liebe Tierfreunde,

ich hab einen DSH Mix Weiblich 6Jahre,da hat man mir mal gesagt,man müßte 1x den zulassen,ist das wirklich so?
Hatten schon mal eine Hündin,die ist mit 12 Jahren an Krebs verstorben,da wurde auch gesgt,na weil du sie nie zugelassen hast.

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
20.03.2010, 17:02
....die frage ist, was für ein krebs? es gibt auch verschiedene krebsarten, die in und um die gebärmutter entstehen. ich würde von daher einmal das untere video empfehlen. - meine persönliche ansicht ist, dass gegen ungeollten nachwuchs es reicht die eileiter zu durchtrennen, ein höheres krebsrisiko aufgrund intakter gebärmutter kann nicht generell gesagt werden; und das risiko allgemein ist auch sehr niedrig.

http://www.tiergesundheit-aktuell.de/videos/kleintiervideo-9.php

Netti
20.03.2010, 17:14
Danke für die schnelle Antwort,werde mir die Videos ansehen.Danke und ein schönes WE.

Netti

Netti
20.03.2010, 17:47
Ich bin es noch mal,ich schaute mir die Videos an,es hat mir weitergeholfen.
Aber eins weis ich noch nicht,ob man eine Hündin unbedingt zulassen muß.

edita
25.03.2010, 17:46
Lieber Herr Tierpyschologe

Ich finde es unerhört, dass Sie die Menschen hier mit Ihren unqualifizierten Ratschlägen und Behauptungen derart verunsichern und gezielt total falsch informieren - auch betreffend Krebs bei Hunden w/m!

Ganz besonders fällt mir bei Ihnen auf, dass Sie ein mehr als nur gestörtes Verhältnis betreffend "Kastrationen" haben! Ihre Äusserungen insbesondere der "Kastrationen" und dem "Sexualverhalten" von Hunden und anderen Tieren machen mich mehr als nur stutzig.....!! ich rate jedem Tierhalter an, seine Tiere kastrieren zu lassen und jeder gute und seriöse Tierarzt wird Ihnen dies auch empfehlen!

Zitat von Ihnen Herr Tierpsychologe! "Bedenken sie: Keine Sexualität ist ebenso abnormal für adulte Tiere. Hunde müssen nicht nur Sitz und Platz können, sondern sich auch sozial verhalten können. Denken sie daran, dass der kleine Jungspund erwachsen wird, und somit ein Sexualverhalten entwickelt, was normal ist. Bereiten sie sich darauf vor. Lassen sie den Rüden nicht ewig "Pornos" lesen, sprich Urinspuren der Hündin. Spielen sie mit Rüde und Hündin, beschäftigen sie sich mit ihnen. Rüde und Hündin kennen auch Selbstbefriedigung:"

Diese Zitate sagen mir schon viel über Ihr Verhalten gegenüber Hunde / Tieren aus! Was meinen Sie mit folgenden Zitaten: "Keine Sexualität ist ebenso abnormal für adulte Tiere"? "Spielen sie mit Rüde und Hündin, beschäftigen sie sich mit ihnen. Rüde und Hündin kennen auch Selbsbefriedigung"?

Solche Tipps und Aussagen von Ihnen als Tierpsychologe sind mehr als nur befremdend und man könnte schnell von Ihnen den Eindruck bekommen, dass Sie Sodomie/Zoophilie befürworten und sogar noch empfehlen!

Netti
25.03.2010, 18:37
Hallo Liebe Tierfreunde,

ich hab einen DSH Mix Weiblich 6Jahre,da hat man mir mal gesagt,man müßte 1x den zulassen,ist das wirklich so?
Hatten schon mal eine Hündin,die ist mit 12 Jahren an Krebs verstorben,da wurde auch gesgt,na weil du sie nie zugelassen hast.



Soll man denn nun eine Hündin unbedingt zulassen,also 1x Welpen bekommen?

edita
25.03.2010, 20:17
Sali Netti

Lass die Hündin unbedingt kastrieren und verlange vom Tierarzt, dass er nicht nur die Eileiter durchtrennt, sondern alles - auch die Gebärmutter herausnimmt!

Kastrierte Hunde/Tiere sind gesünder als unkastrierte! Es gibt gute und seriöse Studien, die belegen, dass Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert werden, viel weniger anfällig auf Krebs sind (Mammatumoren ect.) und auch die Inkontinenz viel weniger auftritt. Je länger man wartet mit der Kastration um so grösser das Krebsrisiko (Mammatumoren. Gebärmutterkrebs) und die Inkontinenz! Das Zürcher Tierspital gab vor einigen Jahren an alle Tierärzte diesbezüglich ein gutes Informationsblatt heraus!

Der angebliche Tierpsychologe schreibt hier mehrheitlich nur Mist und wie ich erwähnt habe, muss der ein sehr gestörtes Verhältnis haben betreffend der Kastrationen und überhaupt zu Tieren! Für mich stimmt bei diesem Typ etwas nicht!, Wenn du seine Artikel genau studierst und ein bisschen eine Ahnung hast von dem was er schreibt, musst du einfach merken, dass der einen Knall hat!

Ist dir noch nie aufgefallen, dass bei diesem angeblichen Tierpsychologen die Sexualität der Tiere das Hauptthema ist und ihn am meisten interessiert?! Gerade dies ist mir an ihm am meisten aufgefallen und seine Äusserungen diesbezüglich lässt nicht Gutes ahnen! Mich hat sein Geschriebenes regelrecht aufhorchen lassen und ich weiss von was ich rede, denn bei solchen Leuten, die sich über die Sexualität der Tiere so äussern und gegen Tieranwälte sind und überhaupt gegen seriöse Tierschutzarbeit, sind ihre Beziehungen zu den Tieren zu hinterfragen!

Und noch etwas liebe Netti! Auch kastrierte Tiere können Krebs bekommen, denn es gibt verschiedene Arten von Krebserkrankungen! Ich habe schon viele Hunde verloren die an Krebs erkrankt sind. Aber keine meiner Hündinnen ist je an einem Mammatumor oder an einem Unterleibskrebs erkrankt und gestorben - weil sie alle kastriert/sterilisiert sind. Auch keiner meiner Rüden ist jemals an Prostatakrebs erkrankt - weil auch alle meine Rüden kastriert sind! Ich hatte aber Hunde die an Knochenkrebs, Lungenkrebs, Mastzellenkrebs, Nasenkrebs, Leukämie und andere bösartigen Krebstumoren erkrankt und gestorben sind. Ein Rüde hatte Lymphdrüsenkrebs und ich habe ihn erfolgreich u.a. mit Iscador (Misteln) behandelt. Schlussendlich starb er an einer Magenverdrehung! Wie du siehst, kann jedes Tier an Krebs erkranken! Nur bei unkastrierten Tieren ist die Liste an Krebserkrankungs-Arten noch etwas länger!

Dass eine Hündin oder ein anderes weibliches Tier einmal Junge haben muss, ist purer Blödsinn! Die Leute, die so etwas behaupten, sind im letzten Jahrhundert stehen geblieben oder aber verfolgen ganz andere Interessen, die aber ganz bestimmt nicht um Sinne des Tieres sind!

Gruss

admin
26.03.2010, 17:54
Hallo Edita, hallo Dipl.Psych,

ich möchte Euch bitten, diese Diskussion etwas sachlicher zu führen. Andere Nutzer und Leser werden durch die Vehemenz eurer Argumentation unnötig verunsichert. Das Forum ist kein Ort, um einen Glaubenskrieg zu führen. Es ist offen für jeden, der seine Meinung kundtun mag, eine Frage stellt oder auf Fragen antworten mag. Ich möchte, dass wir bei aller Intensität der Diskussionen - die ich keinesfalls beeinflussen möchte - freundlich und fair miteinander agieren.

Vielen Dank!

Euer Admin

Ueli
27.03.2010, 09:01
Hallo Netti

ich glaub nicht, dass ein Tier erstmal 'dürfen' durfte.

Für so einen Entscheid würd ich mich bei Fachleuten sehr gut informieren und eine 'chemische' Kastration zur Probe, resp. dem Erkennen welche Veränderungen möglicherweise auftreten, vorgängig machen lassen. Insbesondere bei Rüden macht dies wirklich Sinn.
Aus langjähriger Erfahrung weiss ich, Hunde die kastriert wurden, bevor sie wirklich geschlechtsreif sind, bleiben sogenannte 'Kindsköpfe'.
Kastrierte Rüden verlieren den, manchmal sehr ausgeprägten Sexualtrieb, mehr nicht. Was heissen will, Gehorsam, Trainingswille usw. haben meist nix mit kastrieren gemein. Bei Rüden kann es sogar nachteilig sein, wenn die dann 'neutral' duften und andere Rüden sie besteigen wollen. Nicht jeder hündische Mann lässt sowas zu.
Auch die vielen Argumente zu dick werden, Fellveränderung usw. müssen je nach Rasse mit in die Überlegungen genommen werden. Hierzu gehört auch die Inkontinenz im Alter. Diese Sache allein der Kastration zu zuschieben ist etwas heikel.

Naja, pro oder kontra? Wir hatten Hündinnen die nie kastriert wurden und auch nicht an den 'Damenerkrankungen' zu leiden hatten.
Auch denk ich, dass sehr viele Faktoren zusammen spielen, wenn es um Erkrankungen geht. Ernährung, Gene, Umwelt, Tagesablauf, Stress oder Langeweile etc. beeinflussen einen Organismus immer im Gesamten.

Zu guter Letzt bleibt wohl zu erwähnen, dass der Eingriff scheinbar im Tierschutzgesetzt als 'Verstümmelung' eingestuft ist oder war.

Es tut mir leid, aber es ist nun mal im gesamten Leben so, dass meistens alles zwei Seiten hat. Stets ist man mit Positivem wie auch Negativem pro Frage konfrontiert.
Vielleicht kannst ja auch Euren TA fragen, ob er eine Kapazität auf dem Wissensgebiet kennt, welche Eure Fragen beantworten kann.

Viel Glück und liebe Grüsse
Ueli

Lady
02.04.2010, 20:17
Hallo zusammen
Was ich an der Aussage vom Tierpsychologen vermisse, ist die medizinische Seite der Kastration. Wir haben uns sehr ausführlich informiert und uns lange überlegt, ob wir so einen doch einschneidenden Eingriff durchführen lassen. Schlussendlich haben wir Lady im Alter von 14 Monaten kastriert, dies jedoch nur, um ihr später Gesäugekrebs zu ersparen. Eine Hündin, die nie gedeckt wird und zu Scheinträchtigkeit neigt (Lady war nach der ersten Läufigkeit scheinträchtig und ihre Rasse neigt stark dazu), hat ein stark erhöhtes Gefahrenpotential an Gesäugekrebs zu erkranken. Da sie einen Nabelbruch hatte, musste sie eh eine Narkose und Bauchschnitt über sich ergehen lassen und so haben wir gleich beides auf einmal durchführen lassen.
Ausserdem haben wir erlebt, wie depressiv sie während ihrer ersten Scheinträchtigkeit war! Sie war gar nicht sie selbst, wollte weder laufen noch spielen noch fressen - sie lag 2 Monate einfach nur träge herum - wenn das die "Sexualität" sein soll, die mein Hund leben darf - na super... Ansonsten ist sie das reinste Felltorpedo, voller Aktivität, renn- und spielfreudig und immer motiviert zu arbeiten (Hütehund).
Und ich fühle mich nun mal nicht dazu berufen Welpen aufzuziehen, ich kann ihnen nicht die optimale Prägung bieten und ich könnte mich weder von ihnen trennen, noch x Hunde halten... und nur mit den Eileitern durchtrennen würde die Gefahr des Gesäugekrebses immer noch bestehen! Kurzum, eine Kastration einfach ablehnen, damit der Hund seine Sexualität ausleben kann, ist sehr kurzsichtig!
Andererseits halte ich eine Kastration auch nicht für ein "Allheilmittel" für unerzogene Hunde!

Liebe Grüsse
Marianne

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
07.04.2010, 12:22
....zuerst einmal. ja, ein organ was nicht da ist, kann nicht krank werden. alles kranke baut auf gesundem auf. eine kranke lunge entwickelt sich aus einer gesunden lunge, ein gebrochenes bein entwickelt sich aus einem gesunden bein. und ohne gebärmutter keine gebärmuttererkrankung. soweit so richtig. mammaerkrankungen können dennoch eintreten. soll man deswegen alle organe ausbauen? nur damit der organismus nicht krank wird? augen ausbauen damit kein grüner und grauer star? hirn ausbauen damit kein hirntumor? nein, ganz sicher nicht. die wahrscheinlichkeit ist gering, dass hündinnen im kontext ihres geschlechtes an tumoren erkranken. desweiteren habe ich ja bewusst dieses video empfohlen, da es einen professor für veterinärmedzinische gynäkologie interviewt, und der wird wohl wissen was er redet? eben. ich finde es schrecklich, wenn menschen einfach aus gewohnheit heraus organe bei ihrem tier ausbauen, gerade im hinblick darauf, dass haushunde sehr wolhl intakt ein gesundes, schönes leben führen können - und sollte es nicht möglich sein, die nachwuchskontrolle zu behalten, kann immer noch sterilisiert, als samen- und oder eileiter durchtrennt werden. dass pseudotierschützerinnen im hysterischen modus so dermassen fundamentalistisch, radikalistisch, fanatistisch einfach operieren wollen, kastrationsgegener als dumm, indolent, borniert, imbezil debil dartsellen wollen, als schlicht inkompetent, zeugt von einem tierschutz der nicht mehr im sinne des tieres mit fach- und sachverstand geführt wird, sondern folge von überkompensationen, ungelösten inneren konflikten, strukturellen mängeln und entwicklungs-reifestörung ist. das kann und will ich nicht gutheissen. edita hier torpediert alles was nicht in ihr weltbild passt, macht schlecht was ihr die nase rümpfen lässt. trotzdem will ich ihren text kommentieren:

Lieber Herr Tierpyschologe

Ich finde es unerhört, dass Sie die Menschen hier mit Ihren unqualifizierten Ratschlägen und Behauptungen derart verunsichern und gezielt total falsch informieren - auch betreffend Krebs bei Hunden w/m!

-> ...ich habe den link zu tiergesundheit aktuell gemacht, genauer einem veterinärprofessor, und der ist durchaus qualifiziert.

Ganz besonders fällt mir bei Ihnen auf, dass Sie ein mehr als nur gestörtes Verhältnis betreffend "Kastrationen" haben! Ihre Äusserungen insbesondere der "Kastrationen" und dem "Sexualverhalten" von Hunden und anderen Tieren machen mich mehr als nur stutzig.....!! ich rate jedem Tierhalter an, seine Tiere kastrieren zu lassen und jeder gute und seriöse Tierarzt wird Ihnen dies auch empfehlen!

-> der gute und seriöse tierarzt wird über indikation, kontraindikation und komplikation sich mit ihnen unterhalten und dann seine ansicht kundtun. und nicht ihre ansicht verlautbaren.

Zitat von Ihnen Herr Tierpsychologe! "Bedenken sie: Keine Sexualität ist ebenso abnormal für adulte Tiere. Hunde müssen nicht nur Sitz und Platz können, sondern sich auch sozial verhalten können. Denken sie daran, dass der kleine Jungspund erwachsen wird, und somit ein Sexualverhalten entwickelt, was normal ist. Bereiten sie sich darauf vor. Lassen sie den Rüden nicht ewig "Pornos" lesen, sprich Urinspuren der Hündin. Spielen sie mit Rüde und Hündin, beschäftigen sie sich mit ihnen. Rüde und Hündin kennen auch Selbstbefriedigung:"

Diese Zitate sagen mir schon viel über Ihr Verhalten gegenüber Hunde / Tieren aus! Was meinen Sie mit folgenden Zitaten: "Keine Sexualität ist ebenso abnormal für adulte Tiere"? "Spielen sie mit Rüde und Hündin, beschäftigen sie sich mit ihnen. Rüde und Hündin kennen auch Selbsbefriedigung"?

-> freud drückt es höflich mit einem gleichnis aus: die stadt schilda hat ein pferd, dass frisst hafer, das aber wollen die schildbürger dem abgewöhnen und entwöhnen das pferd vom hafer. das ende: das pferd stirbt weil kein hafer. und das meint freud, als er gefragt wurde über die wichtigkeit der sexualität. sexualität hat, siehe buschmann, balcombe, und anderen, die funktion von befriedigung, soziale funktion, stressabbau und fortpflanzung. also soziale funktion, durch bindungshormone. und wenn hund halt keinen sex haben darf mit hunden, so kann er sich immer noch selber masturbieren - sieben säugetierarten sind schon bekannt für masturbatorisches verhalten, siehe balcombe und bagemihl. adulte tiere haben sex, das gehört zur ontogenese dazu, somit ist es eine anormalität, wenn adulte hunde nie sex haben.

Solche Tipps und Aussagen von Ihnen als Tierpsychologe sind mehr als nur befremdend und man könnte schnell von Ihnen den Eindruck bekommen, dass Sie Sodomie/Zoophilie befürworten und sogar noch empfehlen!

-> es gibt tatsächlich hunde, die sex mit dem menschen suchen. und es gibt tatsächlich arbeiten von biologen und agronomen darüber. und ja, ich habe dazu eine schrift verfasst, die an das BVET ging. und ja, ich bin der ansicht, dass es fälle gibt, wo mensch und nichtmensch sex haben, zu beider zufriedenheit. das gibt es und wurde zur genüge belegt. ob dem hund sex verboten, oder erlaubt, oder erlaubt auch mit dem menschen wird. alles sind beeinflussungen in der sexualität des hundes. die einen akzeptiert, die anderen nicht. michael retriever: http://www.youtube.com/watch?v=9vsBSFLD8uw


Sali Netti

Lass die Hündin unbedingt kastrieren und verlange vom Tierarzt, dass er nicht nur die Eileiter durchtrennt, sondern alles - auch die Gebärmutter herausnimmt!

-> zu radikalistisch. der tierarzt soll sich mit ihr unterhalten und informieren, dann kann sie ja immer noch entscheiden.

Kastrierte Hunde/Tiere sind gesünder als unkastrierte! Es gibt gute und seriöse Studien, die belegen, dass Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert werden, viel weniger anfällig auf Krebs sind (Mammatumoren ect.) und auch die Inkontinenz viel weniger auftritt. Je länger man wartet mit der Kastration um so grösser das Krebsrisiko (Mammatumoren. Gebärmutterkrebs) und die Inkontinenz! Das Zürcher Tierspital gab vor einigen Jahren an alle Tierärzte diesbezüglich ein gutes Informationsblatt heraus!

-> gut, weil ihrem geschmack entsprechend. gesamt ist das krebsrisiko sehr gering, sodass eine pauschale kastration unnütz und tierschutzrelevant ist. da die würde der kreatur meint: art. 3 TSchG verletzung der würde ist eine nicht gerechtfertigte belastung des tieres, worunter fällt, tief greifende eingriffe in die fähigkeiten und das erscheinungsbild, art. 24 TSchV meint, kastration zur verhütung von nachwuchs, und, das operative entfernen von körperteilen und organen zur erleichterung der haltung ist verboten.

Der angebliche Tierpsychologe schreibt hier mehrheitlich nur Mist und wie ich erwähnt habe, muss der ein sehr gestörtes Verhältnis haben betreffend der Kastrationen und überhaupt zu Tieren! Für mich stimmt bei diesem Typ etwas nicht!, Wenn du seine Artikel genau studierst und ein bisschen eine Ahnung hast von dem was er schreibt, musst du einfach merken, dass der einen Knall hat!

-> er hat ein knall, rotes gummiboot, mit dem fährt er hinaus.... jeder ist, so freud und jung, irgendwo neurotisch. warum ich denn nicht? eben!

Ist dir noch nie aufgefallen, dass bei diesem angeblichen Tierpsychologen die Sexualität der Tiere das Hauptthema ist und ihn am meisten interessiert?! Gerade dies ist mir an ihm am meisten aufgefallen und seine Äusserungen diesbezüglich lässt nicht Gutes ahnen! Mich hat sein Geschriebenes regelrecht aufhorchen lassen und ich weiss von was ich rede, denn bei solchen Leuten, die sich über die Sexualität der Tiere so äussern und gegen Tieranwälte sind und überhaupt gegen seriöse Tierschutzarbeit, sind ihre Beziehungen zu den Tieren zu hinterfragen!

-> betreff tieranwalt habe ich geschrieben, was für lösungen ich für besser erachte, wo beim tieranwalt die mängel sind, bitte genauer lesen. danke! http://www.tiereundmenschen.ch/showthread.php?t=571

Und noch etwas liebe Netti! Auch kastrierte Tiere können Krebs bekommen, denn es gibt verschiedene Arten von Krebserkrankungen! Ich habe schon viele Hunde verloren die an Krebs erkrankt sind. Aber keine meiner Hündinnen ist je an einem Mammatumor oder an einem Unterleibskrebs erkrankt und gestorben - weil sie alle kastriert/sterilisiert sind. Auch keiner meiner Rüden ist jemals an Prostatakrebs erkrankt - weil auch alle meine Rüden kastriert sind! Ich hatte aber Hunde die an Knochenkrebs, Lungenkrebs, Mastzellenkrebs, Nasenkrebs, Leukämie und andere bösartigen Krebstumoren erkrankt und gestorben sind. Ein Rüde hatte Lymphdrüsenkrebs und ich habe ihn erfolgreich u.a. mit Iscador (Misteln) behandelt. Schlussendlich starb er an einer Magenverdrehung! Wie du siehst, kann jedes Tier an Krebs erkranken! Nur bei unkastrierten Tieren ist die Liste an Krebserkrankungs-Arten noch etwas länger!

-> wieso denn kastrieren? wo soll der nutzen denn noch sein? man will sich das leben einfacher machen und das auf rationalisierte art und weise. mehr auch nicht!

Dass eine Hündin oder ein anderes weibliches Tier einmal Junge haben muss, ist purer Blödsinn! Die Leute, die so etwas behaupten, sind im letzten Jahrhundert stehen geblieben oder aber verfolgen ganz andere Interessen, die aber ganz bestimmt nicht um Sinne des Tieres sind!

Gruss

-> korrekt, es muss nicht unbedingt ein welpe sein. - aber auch nicht unbedingt eine kastration.

Lady
07.04.2010, 12:55
Ja, beim Thema Kastration scheiden sich die Geister!!! Vor allem auch, aus welchen Gründen :-))
Einen Hund in der Stadt intakt halten ist für Hund und Halter schwierig, ständig trifft man auf andere Hunde und so ist der intakte Rüde, der das ganze Jahr über auf läufige Hündinnen trifft immer im Erregungszustand - was für ihn zu permanentem Stress führt - was in der Natur so nicht gegeben wäre... Ob das sinnvoll und für den Rüden wirklich optimal ist? Umgekehrt werden läufige Hündinnen in der Stadt (z.B. Lange Erle) ständig von unzähligen Rüden bedrängt, zwar muss man eine läufige Hündin an der Leine führen, aber was nützt das, wenn die Rüden frei laufen? Kurzum, ich kann jeden Hundehalter verstehen, der seinem Hund und sich diesen Stress ersparen will - Sexualität hin oder her! Dann kommt noch die gesundheitliche Komponente ins Spiel - bei uns war das - wie schon erwähnt - die höhere Gefahr von Gesäugekrebs bei nie gedeckten Hündinnen mit hoher Scheinträchtigkeit...
Aber ich kann auch jeden verstehen, der seinen Hund nicht kastriert, ich jedenfalls fand es eine extrem schwierige Entscheidung, die ich nicht leichtfertig traf! Hätte Lady nicht eh operiert werden müssen, hätten wir sie sicher (noch) nicht kastriert.
Ich weiss nicht, ob ich Sie, Herr Tierpsychologe richtig verstanden habe, aber Perversitäten als Grund gegen eine Kastration anführen finde ich nun doch sehr gewagt! Sicher gibt es Menschen, die mit Tieren oder ihrem Hund sexuelle Handlungen ausführen, aber ich persönlich finde das abartig und eben pervers und ganz bestimmt keinen Grund gegen eine Kastration. Das ist für mich Missbrauch eines Tiers der schlimmsten Art und einfach nur widerlich!

Liebe Grüsse
Marianne

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
07.04.2010, 13:19
Zitat: >>Ich weiss nicht, ob ich Sie, Herr Tierpsychologe richtig verstanden habe, aber Perversitäten als Grund gegen eine Kastration anführen finde ich nun doch sehr gewagt! Sicher gibt es Menschen, die mit Tieren oder ihrem Hund sexuelle Handlungen ausführen, aber ich persönlich finde das abartig und eben pervers und ganz bestimmt keinen Grund gegen eine Kastration. Das ist für mich Missbrauch eines Tiers der schlimmsten Art und einfach nur widerlich!<<

....da wurde was missverstanden. ich bin einfach der ansicht, dass eine kastration zur erleichterung der haltung erstens nach art. 24 TSchV verboten ist, und zweitens unnötig und nicht im sinne des tieres ist. edita sprach die thematik zoophilie an, siehe text, und ich sage dazu, dass es sehr wohl hunde gibt, die den sex mit dem menschen von sich aus suchen. siehe faust, sigusch, beetz, miletski, rosenbauer und weitere. auch wurde mir schon von damen berichtet, deren rüden sich intensivst sich während der periode sich für die damenunterwäsche interessierte und einen erigierten penis bekamen, östrussynchronisation die zwischen hündin und besitzerin in england von einem biologen festgehalten wurde. derlei beispiele gibt es zur genüge.

einen hund zu kastrieren weil man dem selbstpol näher steht und und neurotischerweise den hund als asexuelles plüschtier will, ist genauso abartig und nicht ok. wie einen hund nicht-kastrieren obschon vet.medizinisch notwendig, nur weil man sex mit ihm will - wobei auch kastraten/innen durchaus sexuell noch aktiv sind.

Zitat: >>Das ist für mich Missbrauch eines Tiers der schlimmsten Art und einfach nur widerlich!<<

missbrauch meint, das gebrauchen in einem nicht dafür vorgesehenen zweck. ob das hier verwendet werden darf? sicher ist, hunde können wie menschen, giraffen und andere säuger über behaviorale ebene, emotionale ebene, kognitive ebene, physiologische ebene kommunizieren - und tuen das auch. mentzos wie beckoff sagen unabhängig voneinander aus, dass die emotionen gerade im hinblick auf zwiaschenartliche kommunikation eminent wicht sind - und beckoff zitiert dass menschen konstant und korrekt emotionen zuordnen können. das grundsatzproblem besteht da, wo man sich dem selbstpol zu nahe steht und dem objekt was aufzwingen will, obschon dieses nicht will. das problem besteht auch im nichtsexuellen bereich. sei es, dass ein hund kein pferdeapfel essen darf, weil besitzer es ekelig findet, der hund nicht baden darf, weil er das auto nass machen würde nachher und anderes. da findet ein übergriff statt, da der hund und seine grenzen nicht geachtet werden - und auch ein hund hat recht auf seine grenzen die er setzt, er muss sich nicht alles gefallen lassen. und gegen übergriffe muss vorgegangen werden, egal ob gesellschaftlich akzeptierte oder tabuisierte übergriffe.

edita
07.04.2010, 17:16
Lieber Tierpsychologe

Lady hat da überhaupt nichts missverstanden! Aus Ihren Texten ist genau ersichtlich, dass Sie Sodomie/Zoophilie=Sex mit Tieren=Tierschändungen, befürworten! Ausserdem versuchen Sie wiederholt die Leute zu verunsichern, indem Sie behaupten, dass Kastrationen - egal aus was für Gründen auch immer, laut Tierschutzgesetz verboten und strafbar seien! Diese Behauptung stimmt einfach nicht! Hingegen verschweigen Sie, dass Sodomie/Zoophilie = Tierschändungen bei uns in der Schweiz laut Tierschutzgesetz seit Sept. 2009 ganz klar verboten sind! Offenbar sind aber laut Ihnen sexuelle Handlungen/Übergriffe an Tieren, also Sex mit Tieren, mit dem Tierschutzgesetz durchaus zu vereinbaren!!! In diesem Fall verdrehen Sie das Tierschutzgesetz wiederum total nach Ihrem Guston und/oder evt. nach Ihrer sexuellen Neigung! Sollte ich den Nagel auf den Kopf getroffen haben, sind Sie nichts anderes, als einer, der Tiere sexuell missbraucht und ausbeutet! Also ein Tierschänder! Auch die Pädophilen/Kinderschänder verdrehen die Gesetze ständig so, dass sie ihre Neigungen rechtfertigen können! Bei den Sodomiten/Zoophilen ist das gleiche Phänomen zu beobachten!

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
07.04.2010, 17:46
Zitat: >>Lieber Tierpsychologe

Lady hat da überhaupt nichts missverstanden! Aus Ihren Texten ist genau ersichtlich, dass Sie Sodomie/Zoophilie=Sex mit Tieren=Tierschändungen, befürworten! Ausserdem versuchen Sie wiederholt die Leute zu verunsichern, indem Sie behaupten, dass Kastrationen- egal aus was für Gründen auch immer, laut Tierschutzgesetz strafbar sei! Dies stimmt einfach nicht!<<

liebe edita, bitte nehmen sie mal endlich ein gesetzbuch in die hand, und zwar das aktuelle. ihr juristisches verständnis ist nicht nur mager, es existiert erst gar nicht. art. 24 TSchV sagt klar, kastration zur verhütung von nachwuchs ja, operatives entfernen von organen und körperteilen zur erleichterung der haltung, nein. desweiteren sagt art. 3 TSchG, würde ist der eigenwert des tieres und die verletzung wenn eine nicht gerechtfertigte belastung stattfindet, so tiefgreifende eingriffe in das erscheinungsbild und die fähigkeiten. langsam aber sicher nervt mich ihre kindliche naivität. desweiteren ist zoophilie in der schweiz nicht verboten. art. 16 TSchV abs. 2 j sagt, sexuell motivierte handlungen sind verboten. also das motiv muss nachgewiesen werden. sexuelle ausbeutung durch künstliche befruchtung, embryotransfer, absamen sind erlaubt.

Zitat: >>Hingegen verschweigen Sie, dass Sodomie/Zoophilie=Tierschändungen bei uns in der Schweiz laut Tierschutzgesetz seit Sept. 2009 ganz klar verboten ist! Doch laut Ihnen, sind sexuelle Handlungen/Übergriffe/ an Tieren mit dem Tierschutzgesetz zu vereinbaren!<<

ja, ich habe eine arbeit dem BVET zukommen lassen mit dem titel "zoophilie und tierschutz". und da zählen wissenschaftliche fakten und kein stammtischhalbwissen - zum glück.

Zitat: >>In diesem Fall verdrehen Sie einfach das Tierschutgesetz nach Ihrem Guston und/oder evt. nach Ihrer sexuellen Neigung! Sollte ich den Nagel auf den Punkt gebracht haben, sind Sie nichts anderes, als einer, der Tiere sexuell missbraucht und ausbeutet! Also ein Tierschänder! <<

ich kann ihnen nur empfehlen, sich mal ernsthaft zu bilden, denn ihnen fehlt jegliche kognitive fähigkeit für textverarbeitung, textverständnis, theoretisches und praktisches wissen. bildung würde ihnen nicht schaden, wirklich nicht. lesen sie doch mal bruce bagemihl, jonathan balcombe, frank rosenbauer, volker faust, ludwig janus, jens-uwe buschmann. lesen sie mal das tierschutgesetz und die tierschutzverordnung. bilden sie sich mal weiter. ich habe persönlich mehr als genug zoophile menschen interviewt, deren tiere befundet, mit fachpersonen gesprochen die an den unis arbeiten. ich weiss von was ich rede. auch wenn sie mir das nicht glauben. und solange sie in ihrem hysterischen modus agieren, sie dauernd auf kollisionskurs sind mit ihren abgewehrten inhalten des selbst, die sie inneropsychisch gefährden, solange werden sie nur ihre kleine welt sehen und alles andere leugnen, verdrängen, und anderweitig abwehren.

edita
07.04.2010, 21:14
Damit Sie mich nicht missverstehen.......ich lehne jegliche Ausbeutung und jeglichen Missbrauch von Tieren ab! Dies beinhaltet auch jeglichen sexuellen Missbrauch von Tieren in der Zoophilen-Szene, zu der Sie sich offenbar bekennen! Und nochmals Herr Dipl. Tierpsychologe....... sexuelle Handlungen mit und an Tieren sind verboten! In einem Punkt gebe ich Ihnen recht. Künstliche Besamungen, Embryonentransfer ect. gehören ebenso verboten. Solche sodomitische Handlungen und solch einen Missbrauch an Tieren sind leider laut unserem Tierschutzgesetz nicht verboten! Verboten ist jedoch der sexuelle Missbrauch an Tieren, wie er in der Sodomiten/Zoophilen-Szene praktiziert wird!

In Ihrer Szene werden Tiere zu sexuellen Handlungen mit Menschen gezwungen. Sie werden extra von euch Zoophilen/Sodomiten dafür antrainiert. Dies ist abartig und hat mit echter Tierliebe nichts mehr zu tun! Echte Tierliebe hat nichts mit Sexualität zu tun! Ein echter Tierfreund betreibt keinen Sex oder sexuelle Handlungen mit Tieren! Ihre Szene hingegen missbraucht das Vertrauen der Tiere und beutet sie dazu sexuell noch aus. Es ist schlichtweg eine Schande für die ganze Menschheit, derart mit Tieren umzugehen! Wie schon erwähnt, rechtfertigen sich die Kinderschänder mit den gleichen Argumenten wie die Zoophilen/Sodomiten = Tierschänder es tun!

Und nochmals: Kastrationen sind weder in der Schweiz noch anderswo verboten und somit auch nicht strafbar! Hingegen das Kupieren von Ohren und Ruten ist in der Schweiz verboten!

Ein Zoophiler/Sodomit ist selbstverständlich aufgrund seiner Abartigkeit gegen das Kastrieren von Tieren!!

admin
07.04.2010, 23:29
Liebe Edita,
lieber Dipl. Psych,

ich habe den Thread nun geschlossen. da weder der Inhalt noch Stil der Stil dieser Diskussion der Art und Weise entspricht, wie ich mir Diskussionen - auch hitzige übrigens - in diesem Forum wünsche. Hier haben weder das angesprochene Thema noch deren Befürworter einen Platz - um das sehr deutlich klarzustellen - noch die Form, in der hier offenbar eine persönliche Auseinandersetzung geführt wird.

Weitere Beitäge dieser Art - egal welche Position sie einnimmt - werde ich unverzüglich löschen. Es wäre das erste Mal in über zwei Jahren der Betreuung dieses wunderbaren Forums, in der ich zu diesem drastischen Schritt greifen müsste. Ausdrücklich behalte ich mir vor, Beitragsteile zu entfernen und bei weiteren Verstössen gegen den zivilen Grundsatz "fair und freundlich" auch einzelne Nutzer zu sperren.

Sorry, danke und viele Grüsse
Admin