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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund allein zu Hause...


Snuffy
03.07.2008, 22:07
Hallo ihr lieben Hundebesitzer

Mein Hund ist absolut Hundeschulekonform erzogen. Kann einige Komandos, führt sie auch aus ohne Murren, ist Restaurant und Ferien und Zug und Bus und Autotauglich, aber..... er kann einfach nicht alleine zu Hause sein...
Ist ein Absoluter Kontroller. Immer muss ich oder die Bezugsperson im Blickfeld sein...
Bin ich ausser Haus jault er die Nachbarn voll.... nicht sehr angenehm..
Hab schon versucht mit ihm zu üben. Minutenweise. Er hat eine Uhr unter seinem Bettli, ein T-Shirt von mir. Kauknochen etc.
und ich verlasse ohne Kommentar die wohnung wie in der Hundeschule gelernt...

Kurze Zeit, als wir ein junges Büsi hatten, wars kein Problem.... gemeinsam scheints besser zu gehen...

Wer hat noch eine Idee/einen Rat wie der Hund lernt alleine zu Hause still zu sein....

Neely
04.07.2008, 14:07
Hallo ihr lieben Hundebesitzer

Mein Hund ist absolut Hundeschulekonform erzogen. Kann einige Komandos, führt sie auch aus ohne Murren, ist Restaurant und Ferien und Zug und Bus und Autotauglich, aber..... er kann einfach nicht alleine zu Hause sein...
Ist ein Absoluter Kontroller. Immer muss ich oder die Bezugsperson im Blickfeld sein...
Bin ich ausser Haus jault er die Nachbarn voll.... nicht sehr angenehm..
Hab schon versucht mit ihm zu üben. Minutenweise. Er hat eine Uhr unter seinem Bettli, ein T-Shirt von mir. Kauknochen etc.
und ich verlasse ohne Kommentar die wohnung wie in der Hundeschule gelernt...

Kurze Zeit, als wir ein junges Büsi hatten, wars kein Problem.... gemeinsam scheints besser zu gehen...

Wer hat noch eine Idee/einen Rat wie der Hund lernt alleine zu Hause still zu sein....



Hej Snuffy
darf ich fragen was du den schon alles geübt hast, wie lange und mit welchen "kurz" erfolgen?

vielleicht braucht dein Hund wirklich einen kumpel dass er nicht alleine ist, wie alt ist er den?
hat er in der vergangenheit schlechte erfahrungen gemacht als er mal alleine war (laute geräusche, knall, gewitter)?
ein Artgenosse oder eben auch nur ein anderes Tier kann manachmal bei unsicheren Hunden wunder wirken...

liebe Grüsse
Neely

Snuffy
08.07.2008, 16:54
Hey Nelly

Hab schon Minutenweise mit ihm geübt. 1/2/3/5/10/30 Minuten. Wenn er still war hab ich ihn ausgiebig gelöbt, war er nicht still bin ich sofort rein und hab die Rassel angewendet (d.H. neben ihm auf den Boden geworfen) laut Hundeschule.
Manchmal ist er still, manchmal nicht...
Ich verlasse die Wohnung jeweils Kommentarlos, als ginge ich in die Waschküche oder die Post holen.
Mit dem jungen Büsi hatts funktioniert. Doch ich habe noch zwei andere Büsis, die aber über die Katzentüre raus und rein gehen wies ihnen passt. Das junge Büsi war halt immer da...
Einen zweiten Hund möchte ich nicht und ich kann ja auch nicht jedes halbe Jahr ein Büsi zu mir nehmen. Denn sobald es raus geht klappt es nicht mehr...
Im Auto ist er ruhig. hab auch schon versucht die Autokiste in der Wohnung zu platzieren. Klappt auch nicht...

Schlechte Erfahrungen hat er "nur" mit Autofahren und Dunkelheit gemacht. Bei seiner überfahrt von Polen in die Schweiz. Etwas anders ist mir nicht bewusst....

Wenn eins meiner Kinder zu Hause ist, geht es auch gut. Ist er aber bei meiner Freundin und die geht schnell aus dem haus (ihre Kinder sind aber anwesend!!!) jault er auch!!! Trotz kinder!!!

Verstehe einer die Hirnwindungen von Hunden.... LACH....

Neely
12.07.2008, 14:10
Hallo Snuffy

nun mit diesen Informationen sehe ich ein Problem mit der Trennungsangst oder anders ausgedrückt "Eifersucht". da die Katzen nach einer gewissen Zeit ja selbstständig raus können und er das nicht kann, ist es durchaus möglich das er einfach reklamiert weil seine Freunde draussen sind und er alleine (ohne tierische Freunde) zuhause bleiben muss.

wäre das nach deinen Erfahrungen eine möglichkeit? Bellt er denn aggressiv oder einfach "gelangweilt"?
wie reagiert er den wenn du Ihn für sein Verhalten bestrafst und für ruhe belohnst?
(körpersprache/mimik)

liebe Grüsse

Neely

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
15.08.2008, 11:03
Autophobie, die Angst vor dem alleine sein. Ursachen fuer Destruktionen beim alleine sein, koennen Frust sein, weil der Hund als obligat soziales Lebewesen nicht gerne alleine ist, Langeweile koennte eine Ursache sein, oder eben Angst.
Wenn der Hund negative Erfahrungen machen musste, beim alleine in der Wohnung bleiben, ein Einbrecher, Blitz schlaegt ins Haus ein, Hagel, Sirenen u. v. m. sollten sie Hilfe von Fachtieraertzen oder Tierpsychologen in Anspruch nehmen.

Den Aufbau des alleine lassen in der Wohnung waere, stellen sie dem Hund einen Ort in der Wohnung zur Verfuegung wo er entspannen kann, dennoch nicht von der Welt abgeschnitten ist und mit positiven Erinnerungen verbindet. Stellen sie leise klassische Musik an (Klassische Musik hat nachweislich einen positiven Effekt auf neue neuronale Verknuepgfen und beguenstigt das Lernen, senkt die Herzrate und entspannt, auch bei Menschen und Neugeborenen), geben dem Hund einen kleinen Hundekeks an eben diesem Ort und gehen in den Nebenraum etwas erledigen. Schauen sie nach was der Hund tut und wenn er fertig gegessen hat gehen sie zu ihm und streicheln ihn, diese Uebung wiederholen sie zwei-dreimal am Tag. Steigern sie langsam das Ganze bis zum; Brief aus dem Briefkasten holen, die Steigerung und die Anforderungen muessen an den Hund adaptiert werden. Wichtig ist dass sie keinesfalls einfach unangemeldet den Raum verlassen, irgendwann wird der Hund dies bemerken, eventuell kann damit dann eine Autophobie evoziert werden und oder der Hund wird oknophil. Wie belastend eine Situation ist, haengt von der Vorhersagbarkeit (Kontingent) der Beeinflussbarkeit und dem Ausmass ab. Sie koennen dies ueberpruefen. Wenn sie den Wind durch die Wohnung rauschen hoeren, wissen sie dass die Ture gleich schletzen koennte (Kontingent), sie gehen und schliessen die Tuere oder halten sich die Ohren zu (Beeinflussbar) dadurch entsteht kein Radau oder dieser ist nicht zu laut (Ausmass), beim Hund koennen sie dies anhand der Klassischen-Konditionierung und Operanten-Konditionierung beobachten. Nun und so steigern sie bestaendig die Zeit des alleine sein des Hundes, von fuenf Minuten zu zehn Minuten, aber trotz erfolg sollt das Ganze nicht ueberstrapaziert werden. Taeglich vier Stunden den Hund alleine lassen reicht, mehr sollte nicht zugemutet werden.