Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katze ist dünn
meine einjährige katze hat vor 7 wochen vier wunderhübsche junge bekommen. sie schaut gut zu ihnen und macht alles tiptop. ich sorge mich nun aber ein wenig um sie, da sie ganz dünn geworden ist, obwohl sie pro tag 400g-500g nassfutter und etwa 50g trockenfutter frisst. ansonsten verhält sie sich wie sonst. ich habe auch nicht den eindruck, dass sie krank ist. nur einfach dass sie so dünn ist und nicht richtig an gewicht zulgen kann. ist das normal?
Dr. Chantal Ritter
10.07.2008, 11:24
Herzliche Gratulation zu den Katzenbabys.
Ein Wurf Katzen ist für Halterin wie Katzenmama eine grosse Arbeit. Die Kleinen wollen ständig trinken und benötigen andauernd Pflege.
Eine Katzenmutter kann aus verschiedenen Gründen dünn sein: Viele Kätzchen trinken auch viel nahrhafte Milch. Die Katzenmama steckt die mit der Nahrung aufgenommene Energie in ihre Milch, und es bleibt nur wenig für sie selbst übrig. Unterstützend kann in diesem Fall ein speziell nahrhaftes Futter verabreicht werden, das im Fachhandel oder bei Tierärzten unter Bezeichnungen wie „weaning“ oder „growth“ erhältlich ist.
Die temporäre Schwächung durch eine Geburt kann aber auch für den Befall mit Würmern empfänglicher machen, die dann den Organismus zusätzlich belasten. Eine frischgebackene Katzenmama sollte deshalb in den ersten Wochen entwurmt werden. Tierärzte bieten welpenverträgliche Wurmmittel an. Im Zweifelsfall ist eine vorgängige Kotprobe angesagt.
Manche Katzenwelpen haben zu Beginn oftmals Mühe, das bereitgestellte Katzenfutter zu akzeptieren. In der Entwöhnungsphase bewährt sich deshalb oftmals der Griff zu einem Baby-Cat-Futter mit kleinen Futtersteinen – evtl. mit Wasser oder Katzenmilch leicht aufgeweicht – oder zu fein gehacktem Dosenfutter. Achtung: im Sommer verdirbt Nassfutter schnell; das Schälchen sollte deshalb mehrmals im Tag auswechselt werden.
Und denken Sie bitte daran: in den ersten acht Wochen müssen die Katzenbabys die Welt kennenlernen. Schaffen Sie angemessenen Gelegenheiten zu positiven Erfahrungen aller Art (mit anderen Menschen, Tieren, Wasser usw.), denn sonst könnten sich die ausgewachsenen Katzen in den entsprechenden Situationen scheu oder gar aggressiv verhalten.
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