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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Allergische Katze!


Suny33
20.11.2009, 09:54
Guten Morgen, ich habe Folgendes Problem!
Mein Kater Felix ( 12 Jahre alt) hat Futtermittelallergien und das schon seit ca. 6 Jahren! Das äußert sich darin das er sich seinen Bauch leicht Blutig und Fell frei leckt, was auch die Pfoten betrifft. Er Übergibt sich hin-und wieder auch recht häufig.
Bisher hatte ich das ganze immer vor Ort mit Surolan und denn Brechreizmit Prednisolon Tabletten behandelt, weil ich bis vor einiger Zeit noch einen 14 Jahre alten schwer kranken Hund besaß, der meine ganzen Finanziellen Möglichkeit komplett verbrauchte.

Da er nun Tot ist, bin ich das Problem meines Katers angegangen und habe ihn mal komplett durchschecken lassen, incl. eines Nutridex-Allergietestes.
Jetzt habe ich Probleme damit ihn korrekt zu analysieren, da alles in „Tierarztchinesisch“ für mich ist und ich ihre Hilfe brauche. Ich weiß nur nicht ganz, wie ich Ihnen denn Test zeigen kann, da er nur auf Papier existierte und ich ihn Einscannen musste!

Ich bin auch leicht verwirrt, da die behandelnde Tierärztin sagte das er laut Test, auf Reis, Mais, Weizen usw. Allergisch reagiert aber nicht auf Fisch, was er aber definitiv auch tut.
Sie empfahl mir Hill´s Prescription-Trockenfutter d/d was er auch schon seit 2 Wochen bekommt, was aber keine Verbesserung bringt. Ich bin auch nicht mehr ganz sich ob das ganze nicht schon Psychischer Natur bei ihm ist.

Er bekam vor Jahren ach schon mal das Hyperallergenik-Futter von Royal-Kanin, was er aber nach einem Jahr Fütterung pardu nicht mehr anrührte und lieber hungerte.

Jetzt weiß ich nicht mehr weiter, und bin für jede Hilfe Dankbar!

Gruß! Suny33

Dr. Chantal Ritter
25.11.2009, 09:14
Solche Allergiker sind schwierig in den Griff zu kriegen, da eine Allergie selten alleine kommt: meistens sind mehrere Allergene zusammen mit „verstärkenden“ Faktoren für die Probleme verantwortlich. Zum Beispiel kann eine Futtermittelallergie verstärkt werden durch

–bakterielle Belastung der Haut

-Malassezienbelastung der Haut (Pilzart)

-Vorhandensein anderer Allergene

-Flohbefall

-zu trockene Luft (bspw. übermässiges Heizen)

-Stress

Könnte man alle „verstärkenden“ Faktoren minimieren, wäre eine Futtermittelallergie weniger ausgeprägt.

Als medikamentöse Behandlung könnte man, nebst der von Ihnen bereits angewendeten, auch noch „Antihistaminika“ und Futterzusätze wie „Essentielle Fettsäuren“ anbieten. Sollte spezielles Trockenfutter (wie „Hills d/d“ oder „z/d“, bzw. „Royal Canin Sensitivity“ oder „Hypoallergenic“) nach zwei Monaten ausschliesslicher Verfütterung nicht helfen, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die oben erwähnten „Verstärker“ eliminiert werden müssen, oder dass die Katze auch auf Futterbestandteile aus einem verabreichten Diätfutter allergisch reagiert.

Eine andere Art der Fütterung wäre, selber zu kochen. So könnten Sie gezielt auf die Vorlieben ihrer Katze eingehen und auf seine Allergie Rücksicht nehmen. Für die Zubereitung der Nahrung verweise ich aber auf Spezialliteratur, denn das Zusammenstellen einer ausgewogenen Ernährung für Katzen setzt einige Kenntnisse voraus.

Sie schreiben, dass Ihre Katze bereits einmal während eines Jahres mit „Hypoallergenic“ gefüttert wurde. Aufgrund der Andwendungsdauer gehe ich davon aus, dass damals eine Besserung eintrat. Wenn dem so war, so wäre es einen Versuch wert, Ihrer Katze dieses Futter wieder schmackhaft zu machen. Beispielsweise sind im Fachhandel sortenreine Nassfutter ohne Zusätze erhältlich, die Sie portionenweise darunter mischen könnten.

Zur Interpretation der Auswertung des Allergietests empfehle ich Ihnen der Einfachheit halber, nochmals bei Ihrer Tierärztin vorbeizugehen. Sie wird sicher gerne das „Fachchinesisch“ für Sie übersetzen. Ausserdem kennt sie Ihre Katze und kann Sie deshalb optimal beraten. Die Futtermittelallergie-Bluttests sind leider nicht unfehlbar, wie sie selbst herausgefunden haben. Einzig ein Futterversuch (2 Monate lang nur zB Kartoffel und Pferdefleisch) vermag Futtermittelallergien sicher aufzudecken.

Sollten Sie dennoch das Allergieproblem nicht lösen können, so bestehen noch zwei weitere Möglichkeiten:

- lassen Sie sich von Ihrer Tierärztin zu einem Hautspezialisten überweisen.

- auf www.svah.ch finden Sie einen Homöopathen in Ihrer Nähe. Dieser könnte Ihre Katze mit Mitteln aus der Komplementärmedizin unterstützen.