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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Panikattacken


Jacqueline Bieri
15.07.2008, 13:51
Unsere 9-jährige Lagottohündin hat im Laufe der Jahre steigernd Panikattacken entwickelt. Anfangs nur bei Feuerwerk u. Gewitter jetzt auch bei Regen.Tierpsychologen, div. Tierärzte, Medikamente, alles nützt nichts. Man kann sie praktisch nicht mehr alleine lassen, in Panik zerstört sie alles was in die Querre kommt u. verletzt sich dabei auch selbst. Wir haben deshalb auch viele schlaflose Nächte und kommen an unsere Grenzen.Dabei hat sie auch eine Merkwürdigkeit entwickelt, nur noch die Hunde, die sie von klein auf kennt können in ihre Nähe. Macht manchmal auch den Spaziergang etwas problematisch. Sonst ist sie körperlich gesund.
Vielleicht wissen sie noch einen Rat.
Mfg J.Bieri

Dr. Chantal Ritter
18.07.2008, 09:48
Panikattacken sind bekanntermassen schwer therapierbar und nehmen – wie Sie selbst beschreiben - im Laufe der Zeit zu. Ein Hund, der seine gewohnte Umgebung beschädigt, sich selbst und die vertrauten Menschen um ihn herum verletzt, leidet schwer. Genetische Steuerung sowie Prägungsprobleme (die ersten Lebenswochen), aber auch Krankheiten können die eigentliche Ursache sein. Selbst wenn Sie Ihre Lagotto-Hündin nie mehr allein lassen, wird sie wahrscheinlich von Angstzuständen geplagt werden.

Solch gravierende Probleme lassen sich leider nicht auf die Schnelle lösen. Verhaltenstherapeuten müssen oftmals lebenslang – zum Teil mit Hilfe von Psychopharmaka - Hunde und deren Besitzer betreuen.

Dabei gilt es jedoch, die Zuneigung zu einem vierbeinigen Lebensbegleiter, die Verantwortung, die man für das Geschöpf übernommen hat und das Leiden des Tieres gegeneinander abzuwägen. Sollten Sie zum Schluss kommen, dass die peinigende Angst bei Ihrer Hündin allgegenwärtig wird, und dass weder die Betreuung durch einen Spezialisten noch die Verabreichung von Medikamenten eine Besserung in Aussicht stellen, so sollten Sie den letzten Schritt - das vom Leiden erlösende Einschläfern - in Erwägung ziehen. Besprechen Sie dies mit einem Tierarzt Ihres Vertrauens.