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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kindernachwuchs, was nun mit eifersüchtigem Hund?


Susanne
16.07.2008, 12:08
:D

Die sonst liebe 5-jährige Hündin ist eifersüchtig auf die 1-jährige Tochter und hat nun nach ihrer Hand mit Knurren geschnappt. Auch andere Kinder dürfen manchmal nicht die Hand nach ihr ausstrecken.

Wie kann man dem Hund dieses Verhalten abgewöhnen? Oder müssen wir sie weggeben, ja sogar einschläfern?

Miezi
19.07.2008, 19:23
Also, einschläfern würde ich wirklich nur als aller, aller, aller, aller letzte Möglichkeit in Erwägung ziehen.

Bin zwar keine Hunde-Expertin, aber ich mag Hunde! Ich würde das Kind erstmal nicht mit dem Hund alleine lassen. Und dann gibts noch Tierpsychologen oder die Tierärztliche Vereinigung für Verhaltensmedizin. (www.stvv.ch (http://www.stvv.ch)). Ich würde versuchen, mit einem Experten am Verhalten des Hundes zu arbeiten.

Wenn es wirklich nicht besser oder sogar schlimmer wird, müsste man ihn vielleicht doch weggeben. Manchmal sind Kinder auch nicht gerade zimperlich beim Umgang mit Tieren... ;-) Ist halt so. Sie sind halt Kinder. Aber nicht alle Hunde haben die Geduld für so etwas. Sie können aber bei Leuten ohne Kinder trotzdem ein glückliches Hundeleben führen. Glaube ich jedenfalls.

uwekauss
25.07.2008, 12:00
Hallo Susanne,

ich glaube, das Problem ist gar nicht soooo riesig. Hunde leben ja im Rudel in einer klaren Rangordnung. Klar,m dass Du dich mehr um dein Kind kuemmerst als um den Hund. Aus seiner Sicht ist der Nachwuchs nun ein Wesen, das ihm den Rang steitig macht. Dagegen wehrt er sich.

Mit klaren Grenzen, was er darf und was nicht, wird er sich relativ schnell mit seinem neuen Rang abfinden. Für Hunde ist es dabei egal, ob sie der letzte oder der erste im Rudel sind - nur der Platz muss ganz klar sein.

Etwas Strenge, gelegentliches Ignorieren beim Betteln usw. und klarem Signal - erst das Kind, dann der Hund - in allen Lebenslagen wird sich das sehr schnell einpendeln.

Viel Glück!
Uwe

Lady
05.08.2008, 12:50
Hallo Susanne

Ich kann mich Uwe nur anschliessen. Euer Hund muss seinen (neuen!) Rang erst respektieren und genau kennen lernen. Dazu gehört: das Kind NIE mit dem Hund allein lassen (auch nicht eine Minute!!!), den Hund zurechtweisen, wenn er nach dem Kind schnappt und auf seinen Platz schicken. Wenn Dein Kind schläft, widme Dich intensiv Deiner Hündin, damit sie genug Aufmerksamkeit bekommt. Die Tochter muss lernen, dass ein Hund nie gestört werden darf, wenn er schläft oder frisst.

Liebe Grüsse
Marianne

kathi
12.08.2008, 16:05
ja ich kann mich dem ebenfalls anschliessen.ich hatte auch einen hund und 2 kinder.der hund wusste ganz klar wo er in der rangordnung seinen platz hat.ich bin auch mit meiner tochter hin und hab mal den knochen weggenommen damit er sieht wo er steht.das ging super.einfach konsequent zurechtweisen.

Dipl.Tierpsychologe/Hunde
02.09.2008, 19:49
Als Hundehalter sind sie die Bezugsperson des Hundes und als Eltern die Bezugsperson der Kinder, wenn wir in Ruhe und Frieden zusammenleben wollen, so muessen wir uns hemmen, zurueckhalten. Wenn ein jeder tut was er moechte wird es ungehemmt und ein Zusammenleben dadurch verunmoeglicht. Legen sie als Bezugsperson eine Hausordnung fest an die sich alle halten koennen und muessen, sorgen sie auch dafuer dass den Beduerfnissen des Hundes nach gemeinsamen Aktivitaeten mit der Bezugsperson und nach Ruhe Rechnung getragen wird.

Geben sie dem Hund rueckzugsmoeglichkeiten wo er von ALLEN in Ruhe gelassen wird, achten sie darauf dass das Kind dem Hund nichts stiehlt und der Hund nicht allein mit dem Kind ist, so dass das Kind nicht den Hund aergert und umgekehrt der Hund nicht das Kind ausnutzt. Kleine Kinder sind nicht in der Lage Grenzen zu setzen, dafuer ist die Bezugsperson da, erst mit der Zeit lernt das Kind seine Beduerfnisse zu deklarieren und die Beduerfnisse des Hundes zu kennen sowie zu respektieren. Glauben sie ja nicht das Kind koenne, da der Spezies Mensch zugehoerig, ranghoeher als der Hund sein, es ist weder zielstrebig noch vorhersehbar, geschweige verlaesslich oder gar souveraen schon gar nicht erfahren, das muss eine Bezugsperson sein. Da Rangordnung aus einer Beziehung entsteht und bei knappen ressourcen, den Zugang zur derselbigen regelt ist es auch nicht wichtig, dass das Kind ranghoeher ist, in einer Beziehung muss nicht unbedingt sich eine Rangordnung etablieren. Solange sie als Bezugsperson ranghoeher sind und dafuer sorgen dass die Hausordnung eingehalten wird, der Hund darf nicht das Kind anrempeln, nichts dem Kind stehlen, das Kind darf dem Hund nichts wegnehmen, ihn nicht beim Fressen stoeren und beim Schlafen in Ruhe lassen, ist alles in Ordnung. Wenn das Kind aelter ist und in der Lage autonom eine Beziehung zum Hund aufzubauen, kann es auch Aufgaben in der Hundehaltung uebernehmen. Fuer viele Hunde ist es auch nicht wichtig ranghoeher zu sein, sollange sie Sicherheit und Stabilitaet erfahren, sowie mit dabei sein koennen.

Zum Schluss noch, wenn ein Hund einen Menschen beissen will dan tut er dies und kann das auch, der Mensch ist mit seiner Reaktionszeit langsamer als der Hund, wenn der Hund nach dem Kind schnappt dann ist dies eine deutliche Warnung dass da ein Problem geklaert werden muss, welches nicht nur beim Hund liegt.