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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie bekommen wir einen ängstlichen Rüden stubenrein?


Schorschy1961
06.08.2010, 12:20
Hallo liebe Hundefreunde,

als wir unseren Freund von der Züchterin bekamen, war er total verängstigt. Er stammt nicht aus ihrem Haus sondern wurde einer total abgewirtschafteten Züchterin weggenommen. Die Frau war total überfordert. Deshalb hat man ihr jetzt die Hunde weggenommen. Sie ist also das Problem, doch mit unserem kleinen Freund kamen für uns auch die Pobleme.

Unser kleiner Freund ist ein Dackel und 1 Jahr alt. Er lebt nun seit 10 Tagen bei uns in der Wohnung. Zunächst ließ er niemanden an sich heran. Er lief jedes Mal weg und hat uns auch schon gebissen. Es war daher unmöglich mit ihm von Anfang an (so wie es eigentlich richtig gewesen wäre!) raus zu gehen.

Mittlerweile läßt er sich mit viel Geduld von meiner Frau nehmen. Sie hat so die Möglichkeit mit ihm Gassi zu gehen. Doch er macht draußen weder klein noch groß. Immer noch fühlt er sich sehr unwohl dabei, wenn sie ihn an die Leine nimmt. Auch verspürt er noch immer sehr große Angst, wenn er sich draußen aufhält. Er zittert dann immer am ganzen Körper.

Mein Sohn und ich haben gar keine Chance. Uns läßt er einfach nicht an sich ran kommen. So lebt er also in unserer Wohnstube. Er hat dort eine eigene Ecke mit Hundekörbchen und Freßnapf. Und nur in der Stube erledigt er auch sein Geschäft. Meistens nutzt er die Zeit, wenn er sich unbeobachtet fühlt. Die Teppiche haben wir rausgenommen. So macht er uns immer wieder auf das Linoleum. Das kann doch aber kein Dauerzustand sein!

Wir gehen alle arbeiten. Meine Frau und ich arbeiten zu unregelmäßigen Zeiten, also auch am Wochenende. Mein Sohn arbeitet in Normalschicht.

Nun wissen wir uns leider keinen Rat mehr. Wir haben den Kleinen in unser Herz geschlossen aber wir wissen auch, das es so nicht weitergehen kann. Wir möchten uns deshalb hilfesuchend an Sie richten. Wer kann uns helfen? Wer kann uns den richtigen Rat geben? Was können wir tun, das unser neues Familienmitglied sauber wird?

Herzliche Grüsse aus der Rosenstadt Sangerhausen
Schorschy & Family

Übrigens: Ich habe ein kleines Video gemacht. Da kann man ihn sehen. Das Video ist zu erreichen unter http://www.youtube.com/watch?v=F849bDhKQr8

Cornelia777
27.09.2011, 09:25
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Lady
27.09.2011, 11:56
Hallo Schorschy

Uff, da habt ihr euch ein echtes Problemhündchen angeschafft! Da heisst es viel Geduld und Konsequenz aufzubringen!!! Mein Rat: erstens eine sehr lange Leine (mind. 5 m), damit der Dackel trotz Leine genug Abstand halten und sich sicher fühlen kann. Zweitens: stellt ihm eine Unterlage zur Verfügung, auf der er seine Geschäfte verrichten soll. Achtet darauf, dass er wirklich nur dort macht! Belohnt ihn, wenn er dort drauf macht (auch im Wohnzimmer!!!). Mit der Zeit verlegt ihr diese Unterlage immer mehr gegen die Haustür. Ziel: die Unterlage VOR die Haustür zu platzieren... Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt! Aber wenn ihr genug Geduld und Konsequenz aufbringt, werdet ihr Erfolg haben.
Dass ihr natürlich berufstätig seid, macht die Sache schwierig. Denn so hat er immer wieder Gelegenheit unbeobachtet sein Geschäft zu verrichten - wo auch immer er will :( Dann ist ein Erfolg fast unmöglich...
Es wäre wichtig, dass er vor allem in den ersten Wochen ständig jemanden in seiner Nähe hat und NIE unbeaufsichtigt ist, so dass er keine Chance hat sich zu versäubern ohne dass er - wenn er nicht auf die Unterlage macht - korrigiert wird! Wenn ihr also noch Ferien habt, wäre es sinnvoll die jetzt zu nehmen. Macht er nämlich nicht auf die Unterlage, kommt sofort ein strenges Nein und er wird zur Unterlage geführt. Macht er auf die Unterlage wird er gelobt und bekommt ein Gudi.
Dass er nicht von heute auf morgen Vertrauen aufbauen kann nach seinen schlechten Erfahrungen ist auch klar. Beginnt damit von ihm Blickkontakt zu verlangen. Haltet ein Gudi - was er wirklich wahnsinnig gerne mag - vor eure Nase (ihr könnt dazu auch in die Knie gehen) und sagt ihm z.B. guck. Guckt er euch dann an, bekommt er sofort das Gudi. Wiederholt das immer wieder mal im Tag. Nur mit einem Hund, der Blickkontakt macht, kann man auch arbeiten!
Ideal ist auch ihn nur noch aus der Hand zu füttern und kein Futter mehr aus dem Napf zu füttern. So muss er eine Beziehung zu euch aufnehmen, um zu seinem Futter zu kommen...
Falls er spielt, spielt so oft als möglich mit ihm, denn im Spiel baut ein Hund eine Beziehung auf!

Ich wünsche euch viel Geduld!