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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Während der Nacht kratzen an der Türe


Nina
21.07.2008, 15:21
Hallo
Ich habe 2 Katzen seit mitte Februar. Wenn mein Partner und ich schlafen gehen, haben wir unsere Schlafzimmertüre immer zu. Die Katzen stören auch nicht. Nur immer von morgens um 5 Uhr kratzt eine Katze dann ständig durchgehend bis mein Wecker losgeht. Das ist so lästig, das wir ab 5 Uhr nicht mehr schlafen können. Was kann man dagegen tun? Sobald ich die Türe öffen, rennt sie aufs Bett. Ich gebe dann den Katzen ihr Nassfutter zu dieser Zeit weil ich am 6 auch immer aufstehe für zur Arbeit. Während dem Kratzen reden wir mit der Katze nicht. Wir machen nur bscht oder klatschen in die Hände. Aber wirken tut es leider nicht. Haben Sie einen Tipp?

Dr. Chantal Ritter
22.07.2008, 09:09
Katzen sind dämmerungsaktiv. Dies bringt es mit sich, dass sie im Sommer Frühaufsteher sind. Es entspricht ihrem Naturell, bei Sonnenaufgang spielen (= jagen) zu wollen. Vielleicht wird dies durch ein Hungergefühl verstärkt. Ausserdem scheint ihre Katze in der Zwischenzeit gelernt zu haben, dass Ihr Aufstehen gleichbedeutend mit der Stillung dieses Bedürfnisses ist.

Als erstes sollten sie spät abends nochmals füttern, um den Morgenhunger hinauszuschieben (keinesfalls um fünf Uhr aufstehen und füttern, sonst haben Sie verloren). Eventuell hilft ein Futterautomat mit Zeitschaltuhr.

Als zweites dunkeln Sie Ihre Wohnung nachts ab (Rollläden etc.), denn so können Sie den „Sonnenaufgang hinausschieben“.

Als drittes sollten Sie tagsüber bewusst häufiger mit Ihren Katzen spielen, denn so haben diese um fünf Uhr morgens vielleicht weniger das Verlangen danach.

Gegen das An-der-Türe-Kratzen hilft zusätzlich zu den genannten Massnahmen ein Fernhaltespray, oder evtl. ein Hausmittel wie eine mit Gewürznelken gespickte Zitrone. Beide verströmen einen für Katzen unangenehmen Geruch und halten sie fern. Auch aufgeklebte Alufolie soll – so kann man in Fachbüchern lesen - Katzen vom Kratzen abhalten.

Weitere Informationen finden Sie beispielsweise in „Katzenprobleme Problemkatzen“ von Isabelle Lauer, Verlag Müller Rüschlikon.