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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Stimmverlust


stan05
25.07.2008, 09:09
Nachdem unser 3-jähriger Kater im Frühling eine Halsentzündung hatte, wurde er heiser und konnte kaum mehr "Miauen". Er wurde damals vom Tierarzt mit Antibiotika behandelt und die Entzündung war weg. Doch die Heiserkeit wurde immer schlimmer und seit etwa einem Monat bringt er gar keinen Laut mehr zustande. Der Tierarzt meinte nach dem Untersuch, unser Kater hätte eine geschwollene rechte Mandel. Dies könne verschiedene Ursachen haben und bei einer allfälligen Operation (Entfernung) müsste das Gewebe zur Untersuchung eingesandt werden. Ich frage mich nun ernsthaft, ob wir diese Operation unserem Kater zumuten sollen und ob die Stimme danach wieder kommt. Im Uebrigen ist unser Kater putzmunter und zeigt keine Krankheitszeichen. Was meinen Sie dazu?

Dr. Chantal Ritter
28.07.2008, 13:02
Katzen bilden die Laute ebenfalls mit Stimmbändern. Diese benötigen dazu eine spezielle Muskulatur mit dazugehörigen Nerven. Der Verlust der „Stimme“ kann deshalb auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Sind die Stimmbänder entzündet und verdickt? Sind die Muskeln verändert? Haben die Nerven ein Problem? Auch chronische Entzündungen in der Nähe der Stimmbänder oder Krankheiten, die den ganzen Körper befallen, können eine Stimmveränderung oder einen Stimmverlust nach sich ziehen.

Hat Ihre Katze also „nur“ keine Stimme mehr z.B. wegen vernarbter Stimmbänder als Folge einer Halsentzündung, so könnte man zuwarten. Ist aber der Verdacht berechtigt, Ihre Katze habe ein anderes Problem, so ist eine weitere Untersuchung mit Behandlung bei Ihrem Tierarzt angezeigt. Nicht in erster Linie um der Katze ihre Stimme wiederzugeben, sondern vielmehr um abzuklären, was die eigentliche Ursache ist. Einseitige chronische Entzündungen können zum Beispiel auch durch feststeckende Fremdkörper (Fischgräten etc.) verursacht werden. Entfernt man diese nicht, so können sie in tiefer liegende Gewebeteile wandern. Auch führen chronische Entzündungen früher oder später zu krebsartigen Erkrankungen.

Sollte sich deshalb wirklich keine Besserung einstellen, so würde ich an Ihrer Stelle - zusammen mit Ihrem Tierarzt – der Sache auf den Grund gehen.