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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie viel und oft Innereien?


Jacob
29.09.2011, 20:09
Unser Jacob liebt Innereien, von denen er aber höchstens einmal die Woche etwas in den Napf bekommt. Ich habe die Diskussion im Katzenforum mit der Leber gelesen und frage mich: Muss es für Wautzi auch aufs Gramm genau dosiert sein? Wir füttern immer so nach Augenmass...

Lady
30.09.2011, 11:56
Hallo

Ich barfe Lady, d.h. sie bekommt rohes Fleisch, rohe fleischige Knochen und püriertes Gemüse/Obst. Allerdings bekommt sie natürlich nicht nur Fleisch, sondern auch einen Anteil Innereien. Beim Barfen rechnet man 10-20% Innereien vom Gesamtfleischanteil, wobei man höchstens 1-2 x Leber pro Monat füttern soll. Dies deshalb, weil Leber einen sehr hohen Anteil an Vitamin A enthält und ein Überschuss an Vitamin A nicht abgebaut werden kann, sondern sich in der Leber speichert und auf Dauer bei einem Überangebot zu Schäden führt.
Ideale Innereien zum Verfüttern ist grüner, ungeputzer Pansen (stinkt halt), weil dieser alle Mineralien und Vitamine enthält, die Hund so braucht! Hunde lieben Pansen und jedenfalls Lady frisst den so schnell, dass man denken könnte, sie inhaltiert ihn und deshalb hält sich der Gestank auch in engsten Grenzen :-) Auch Nieren sind nicht ideal zum oft Füttern! Herz zählt nicht als Innerei, sondern zum Muskelfleisch! Ansonsten kann man auch geputzten Pansen = Kutteln füttern, enthält aber leider keine Mineralien mehr.
Auch ich wäge nicht ständig ab, aber achte darauf, dass doch der Fleisch-/Knochen-/Innereien/Fisch- und Gemüse-/Obstanteil ungefähr im nötigen Verhältnis und Mass bleibt, damit eine ausgewogene Ernährung gewährleistet ist.
Übrigens hat Lady einen fleischlosen Tag pro Woche! Beim Barfen ist das wichtig, damit die Verdauungsorgane eine Pause haben. Rohernährung ist Schwerstarbeit für die Verdauungsorgane und darum sollte auf 1-2 Tage pro Woche ohne Fleisch geachtet werden. Lady bekommt dann Quark und abends gekochte Kartoffeln, da sie ohne Getreide ernährt wird, aber Stärke braucht, damit der Phosphorhaushalt stimmt.

Muggi
12.10.2011, 23:26
Du Lady, sag mal, nach welchem Buch orientierst Du Dich in der Rohfütterung? S. Swann oder was anderes? Sie schreibt in ihrem Büchlein auch, dass sie Pansen eiiiigentlich als Innereien klassiere, aber diese doch recht häufig gebe, da sie vom Verhältnis Calzizum/Phosphor/Fett ideal seien. Wenn ich die Pansen so anschau und zerschneide sind sie ja doch sehr anders als Nieren, Leber und Lunge und ich bin etwas im Konflikt, ob ich sie wirklich unter Innereien laufen lassen soll. An sich hab ich 1-2 Mal die Woche etwas Leber/Nieren (Rind&Huhn) Mix gegeben, aber zusätzlich 1-2 Mal Pansen. Zudem hab ich letzthin Lunge gekriegt (genial zum Schneiden und Füttern *grins*, so fluffig) Fühle mich momentan grad verunsichert in Bezug auf "Innereien" und Häufigkeit .... Bin gespannt auf Dein Feedback;-)

Lady
13.10.2011, 09:06
Zwar habe ich das Büchlein von Swanie auch, richte mich aber nach dem Buch "Natural Dog Food".
Jede Woche Nieren und Leber füttern halte ich persönlich für absolut zu viel! Beides sind Filterorgane, die die Giftstoffe im Körper abbauen müssen und speichern! Darum nimmt der Hund auch einiges davon zu sich... Ich füttere 1x pro Monat Leber, Niere gar nicht. Lunge kann man füttern, wenn der Hund Gewichtsprobleme hat, da diese zwar den Magen füllt, aber kaum Nährstoffe enthält. Lady wiegt momentan 9 kg bei 42 cm Schulterhöhe, ist also sehr schlank! Lunge füttere ich nie...
Grüner Pansen ist in der Tat sehr mineralstoff- und fettreich! Darum auch hier, wenn ein Hund Gewichtsprobleme hat, nicht zu oft füttern! Lady bekommt 1x pro Woche grünen Pansen, selten 2x. Dies deshalb, weil sie oft nach grünem Pansen Magenbrennen bekommt und etwas breiigen Kot.
Da Lady fast nur tiefgefrorenes Fleisch erhält, gebe ich jeweils VItamine und Mineralien (Barfer's Best) zu.

Innereien rechnet man - wie gesagt - 10-20% vom gesamten Fleischanteil. Du kannst also selber ausrechnen, wie viel Dein Hund an Innereien pro Woche/Monat zugut hat.

Da Du jetzt Lunge bekommen hast, denke einfach daran, dass diese ja ein riesiges Volumen hat, aber kaum Nährwert! Dein Hund wird also eine sehr grosse Portion davon fressen können - sehr zu seiner Freude :-) (Ich weiss, schneiden von Lunge ist seeehr schwierig... Ich kenne es von früher von meinen Katzen, die frassen Lunge mit Genuss!)

Tara
09.12.2011, 17:25
Unsere Tara bekommt einmal in der Woche Lunge - quasi als "Diättag". Das bekommt ihr so sehr gut. Ansonsten mag sie sehr gerne Pansen, aber da sind wir vorsichtig. Auf jeden Fall füttern wir Innereien nicht sehr oft.

Jule
24.01.2012, 17:38
Hallo ihr,

ihr seid ja echte Ernährungsprofis! Ich nehme für Jule einfach Dosenfutter, meistens Royal Canin. Ist am einfachsten - Uni und Arbeitengehen, da habe ich keinen Nerv, mich noch fürs Hundi an den Herd zu stellen. Habe gehört, das soll pures Fleisch sein, deswegen nehm ich diese Dose. Ist das aus eurer Sucht ok oder spricht da was dagegen? Die Menge ist ok, es gibt ja auch noch Leckerli.. :-)

Lady
24.01.2012, 20:43
Hallo Jule

Mit Dosenfutter kenne ich mich nicht aus. Aber krank wird ein Hund davon bestimmt nicht ;-) Allerdings ist es einfach nicht so ideal für die Zähne. Wenn er/sie hauptsächlich Dosenfutter bekommt, wäre es sinnvoll, immer wieder Kauknochen usw. zur Verfügung zu stellen.

Übrigens stelle ich mich auch nicht an den Herd! Lady bekommt nämlich alles roh...

Ueli
10.02.2012, 06:21
Guten Morgen

sorry etwas spät...........

Nun, es gibt auch bei Dosenfutter (generell Nassfutter) sehr grosse Qualitätsunterschiede. Wichtig sind die Inhaltstoffe, um zu beurteilen, ob es wirklich gesunde Nahrung ist oder eher Magenfüller.

Richtige, rohe Knochen sind bestimmt besser als diese vielfältigen getrockneten Kauwaren. Bei diesen sogenannten Kauartikel (sollen Zähne reinigen) vergisst man, dass sie extrem proteinhaltig sind. Dann auch, dass die Meisten vor dem Trocknen in Laugen gebadet wurden, damit alle Schädlinge, Pilze oder Schimmel gekillt sind. Durch das Trocknen verlieren sie Gewicht, da ja Fleisch viel Flüssigkeitsgewicht hat. Also hat man dann zwar nur wenige Gramm Ware, deren Nährstoffe sind jedoch sehr konzentriert enthalten............
So sind z.B. 40gr getrocknete Sehne gut und gern ca. 200gr Roh'fleisch'..........allerdings sind die Eiweissbausteine da nicht so vielfältig vorhanden.

Innereien oder andere Schlachtnebenprodukte würd ich nicht zu häufig füttern und wenn in geeigneten Mengen. Grad innere Organe sind eine Art Reinigungsmaschine vom Organismus, so dass dort auch allerlei Ablagerungen enthalten sind........

Gruss Ueli

Lady
10.02.2012, 12:45
Hallo Ueli

Es gibt bei Nass- und Trockenfutter grosse Qualitätsunterschiede! Hier gilt es wirklich die Inhaltsstoffe mal genau durchzulesen. Nicht umsonst wird z.B. Mais bei der Schweinemast eingesetzt, weil es ein billiges Getreide ist, das (Mensch) und Tiere rasch zu mehr Gewicht verhilft - bei unseren Haushunden ist das aber meist alles andere als erwünscht! Aber da es halt eben ein guter "Magenfüller" und günstig ist, wird es sehr vielen Trocken- und z.T. auch Nassfuttersorten beigesetzt. Dies, obwohl ein Hund ja von Natur aus KEIN Getreidefresser ist!!! Und auch andere Getreide finden sich in Hülle und Fülle in Fertigfutter... Es macht satt und ist kostengünstig ;-)
Ausserordentlich schockiert hat mich vor nicht allzulanger Zeit die Aussage im TV spät nachts. Es ging um Hundefutter und da - leider weiss ich den Namen nicht mehr - sagte ein Experte, dass es doch tatsächlich offiziell zulässig ist, dass Reifenabriebabfälle in Fertigfutter zugemischt werden ... Ich war entsetzt!!! Was haben Reifenabriebabfälle (werden schliesslich aus Rohöl hergestellt = krebsfördernd) in Hundefutter zu suchen??? Das muss nicht mal angegeben werden, da die Mengen angeblich so klein sind - das ist eine Unverschämtheit uns Hundehaltern und unseren Tieren gegenüber!
Wie gesagt, ich barfe Lady, sie bekommt keinerlei Fertigfutter, weder Trockenfutter, noch Nassfutter noch getrocknete Kauartikel oder Gudi und übrigens auch keinerlei Getreide. Und was die Innereien anbelangt, beim Barfen rechnet man ja 10 - max. 20% Innereien von der Gesamtfuttermenge - schon allein daraus kann man erkennen, dass man davon nicht zuviel füttern soll. Wobei Leber max. 1x pro Monat gefüttert werden soll! Dies um einem Vitamin A Überschuss vorzubeugen und weil die Leber am meisten Schadstoffe im Körper abbauen muss (Filterorgan).
Denn wie du richtig sagst, sind solche getrockneten Kauartikel wie Schweineohren usw. die reinsten Proteinbomben. Durch die Salzlake, in die solche Dinge eingelegt werden müssen, um vor Schimmelbefall usw. geschützt zu werden, nehmen die Hunde auch viel zu viel Salz zu sich, was sich auf die Jahre negativ auf die Nieren auswirkt.
Wenn schon Getrocknetes, dann reines getrocknetes Fleisch! Gibt es in guten Zoofachgeschäften oder beim Tierarzt zu kaufen. Und die Menge muss halt hochgerechnet und von der Futterration abgezogen werden... Dann stimmt auch der Proteingehalt wieder.
Übrigens hat Lady strahlend weisse Zähne dank ihrer Knochenmahlzeiten und kein Bedürfnis nach weiteren Kauknochen usw. da sie ja genügend zum Kauen beim Fressen kommt! Die Kauknochen, die bei mir rumliegen, sind für die Hunde, die ich hüte - Lady guckt die nicht an und macht sie ihnen auch nicht streitig!

Ueli
11.02.2012, 10:15
Guten Morgen Lady

Barfer füttern sicher gut.
Ich schrieb aber, dass es auch gute Möglichkeiten gibt. Selbstverständlich nicht mit Nassfutter der Grossindustrie........denn da werden viel zu viele ungünstige Sachen gewinnbringend vermarktet.
Die Getreidehysterie mal weglassend, sind nebst 'Fleischen' die eigentlich verbrannt werden sollten auch weitere nicht gesunde Waren in diversen Futter. Drum dann auch das Aufpeppen mit künstlich gewonnenen Nährstoffen, wie Vitamine, Mineralien, Proteine etc.

Ich weiss nun nicht welche Sendung Du gesehen hast und aus welchem Jahr die stammt.........Leider kursieren auch viele veraltete Aussagen zu allerlei in Hundefutter, was dann viele Konsumenten verunsichert. Blos, mal ehrlich, wer dachte schon daran, dass eine Grossbäckerei derart verunreinigte Waren auf den Markt liess, wie gestern bekannt wurde? Also wiedermal, ein Hersteller der grossen Mist macht..........aber längst nicht alle Hersteller machen das.

Zum Rest, wie jemand seinen Hund oder seine Katze füttert muss er/sie selber entscheiden. Hilfreich ist da evt. wenn man diverse Möglichkeiten offenlegt. Nicht jeder will Barf füttern, nicht jeder Nassfutter und nicht jeder Trockenfutter.
Als Hilfe, wichtig ist m.E., dass in einem Futter (auch Essen) möglichst keine (wirklich keine) Zusätze sind. Diese stammen nun mal nicht von der Natur und sind für tierische oder menschliche Organismus nicht zu empfehlen...........Vitamine wachsen nun mal nicht in Pulverform, Mineralien sind auch nicht in Kapseln entstanden und längst nicht jedes Tier braucht ganze Kräutergärten einfach so........

Tja und zu den Preisen........vielleicht zahlt man bei einem vollwertigen Produkt etwas mehr, aaaaaber meistens sind da auch die Tagesportionen kleiner. Noch wichtiger; der Hund ist ernährt und nicht nur gefüttert. Nebst dem, ich zahle lieber etwas mehr für gesunde Waren und hab dann mehr vom Geld, als dass ich irgendwelche Margen kaufe..........

LG Ueli

Lady
11.02.2012, 11:11
Hallo Ueli

Meiner Meinung nach kann man einen Hund auch ohne ihn zu barfen gut ernähren, obwohl ich das Barfen für die artgerechteste Ernährungsform halte.
Aber wie du richtig sagst, muss man sich da halt schon sehr kundig machen, was IM Futter drin ist - unabhängig davon, ob man Nass- oder Trockenfutter gibt.
Allerdings stimme ich nicht mit dir überein, was das Zusetzen von Mineralien und Vitaminen anbelangt. Gerade im Nass- und Trockenfutter ist das unbedingt nötig! Denn das Fleisch, die Innereien usw. sind ja gekocht resp. getrocknet, um haltbar zu sein und verlieren so den grössten Teil der Vitamine/Mineralien. Viele Vitamine sind z.B. Hitze empfindlich und gehen dadurch komplett verloren (als Beispiel Vitamin C). Dann stellt sich auch die Frage, ob zur Herstellung frisches oder tiefgekühltes Fleisch verwendet wird. Tiefgekühltes Fleisch hat ebenfalls weniger Vitamine/Mineralien. (Weil Lady immer tiefgekühltes Fleisch/Knochen bekommt, gebe ich ihr Hagebuttenpulver als Vitamin C Zusatz, Bierhefe = Vitamin B und Grünlippmuschelextrakt sowie Schindlers Mineralien alles 2x pro Woche). Aus diesem Grund halte ich eine Vitaminisierung durchaus für sinnvoll. Klar, synthetische Vitamine können Magenbrennen (gerade Vitamin C!) hervorrufen und ein Überschuss an Vitamin B steht in Verdacht auf Dauer krebserregend zu wirken. Hier ist ein Zuviel also ebenfalls negativ. (Übrigens auch Raubtiere im Zoo erhalten 2x wöchentlich eine Zugabe von Vitaminen, weil sie tiefgefrorenes Fleisch erhalten...) Aber ganz ohne geht es meines Erachtens eben nicht, wenn man nicht immer frisch füttern kann und vor allem fehlen unseren Hunden ja die vielen Mineralien aus frischem Blut.
Die Sendung im TV hab ich vor einigen Monaten zufällig beim Rumzappen gesehen. War ca. im Oktober 2011... Der Moderator hat extra nochmals nachgefragt, weil auch er vermutlich dachte, er habe sich verhört!

Ueli
12.02.2012, 08:02
Hi Lady

tja, man kann natürlich nie wissen, welche Gewinnsucht bei Herstellern herrscht.............Leider finden solche Sachen ja auch bei Lebensmittelproduzenten statt, siehe Grossbäckerei in Deutschland.......

Nicht ganz einig bin ich mit Dir, wegen der Aussage zu künstlich gewonnenen Vitaminen, Mineralien. Da die Labors (Hersteller dieser synth.Stoffe) nun schlicht die Gesamtheit eines solchen Nährstoffs nicht herstellen können. So dass z.B. bei Vitamin A einige Carotine im Übermass und gleichzeitig andere essentielle Carotin ganz fehlen. Das Ungleichgewicht lösst zwar Überdosierung und so Ablagerungen aus, aber auch Mancos die dann den Organismus belasten. (wär auch beim Mensch so, nur achtet man wohl zuwenig darauf)
Bei der Verwendung von vollwertigen Rohkomponenten und schonender Herstellung, gehen ca. 5% Nährstoffe kaput. Diese sind jedoch vertretbar, weil Analysen ja nach der Produktion gemacht werden. Man immer darüber hin und her diskutieren.........auch zu den verschiedenen Herstellungsarten eines Produkts. Wichtig erscheint mir aber erwähnen zu dürfen, dass Hunde diese künstlich gewonnenen Stoffe eigentlich nicht brauchen und es ihnen ohne besser geht.
Nassfutter wär ja 'natürlich', somit bräucht es diese enormen Zumischungen eh nicht...........Bei Trockenfutter sind die Ursprungsgehalte sehr wichtig, eben je vollwertiger je besser.
Es mag nun klingen wie es will, ich selber füttere schon viele Jahre ein Produkt, dass keine Zusätze enthält. (kein MLM-Futter :-)))) Unser Hund ist gesund und 'zwäg'.
Auf das Futter stiess ich damals, weil unser Hund allerlei Sorgen hatte, die wir trotz allen möglichen Futter und Fütterungsarten nicht weg bekamen.
Würd ich frisch füttern, gäb es sicher keine Zusätze in den Napf. Wieso auch? Alle Nährstoffe sind in den vollwertigen Rohwaren enthalten, sonst würden wir Alle wohl unternährt..........Grad bei Mineralien muss man aufpassen, damit durch sie nicht intern Entgleisungen geschehen, die dann zu Skelettsorgen führen. Hier könnt ich Dir das Buch 'Jahrtausendirrtum' vom Kammerer empfehlen. Zu synthetischen Vitaminen das Buch vom Grimm 'Vitaminschock'. Beide Werke haben mich damals bekräftigt für uns Zweibeiner und unseren Vierbeiner die gesamte Ernährung kritischer zu betrachten.

LG Ueli

Lady
12.02.2012, 18:13
Hallo Ueli

Ich stimme mit dir überein, Frischfütterung ist bestimmt ideal. Aber es ist halt einfach praktischer gleich eine Menge Fleisch/Fleisch mit Knochen auf einmal zu kaufen und dann tiefgekühlt zu lagern. Ich persönlich gebe ein Minimum an Mineralien und Vitaminen zu und erst noch keinerlei synthetische! Von denen halte ich für Mensch und Tier nichts - von denen profitiert nur der Hersteller...
Hagebuttenpulver ist ein idealer Vitamin C Lieferant und ich kaufe nur reines Bio-Hagebuttenpulver (eigentlich für menschlichen Verzehr). Bierhefe enthält viel Vitamin B, auch davon reicht ein Minimum, ein Überschuss wäre kontraproduktiv! Das Grünlippmuschelextrakt füttere ich präventiv für die Gelenke und die Mineralien 2x pro Woche ein halber gestrichener Teelöffel voll sind eigentlich ein reines Eisenprodukt. Weitere Zusätze bekommt Lady eh nicht resp. sie erhält täglich 1 Teelöffel Lachsöl übers Futter, das hat aber nichts mit Vitaminen zu tun.
Bereits unser früherer Hund hat diese Ernährung erhalten und war gesund und munter und hatte keinerlei Skelettprobleme oder Zahnbelag!
Übrigens sind wir aufs Barfen gekommen, weil man uns das im Tierspital Zürich empfohlen hatte!!! Einer unserer früheren Hunde hatte eine schlimme Kopfverletzung (Unfall) und dadurch später eine schwere Epilepsie bekommen. Man hat uns dann empfohlen ihn absolut Getreide frei zu ernähren und am besten aufs Barfen umzusteigen. Vorher kannte ich das gar nicht, unsere Hunde wurden mit Trockenfutter gefüttert. Innerhalb von einem halben Jahr wurde das vorher schon glänzende und volle Fell (Langhaarhund) noch dichter und hochglänzend, super schön pigmentiert, seine leicht gelblichen Zähne wieder strahlend weiss und der zuvor schon temperamentvolle Hund strotzte nur so vor Vitalität! Es war unglaublich, wie er sich nur durch die Ernährungsumstellung veränderte - ich hätte das NIE für möglich gehalten. Und obwohl er mehrfach nach seinen extrem starken Epianfällen ins Koma fiel, erholte er sich trotzdem immer wieder, obwohl mehrere Tierärzte sicher waren, dass er stirbt... Er war wahnsinnig robust. Erst nachdem er in einen status epilepticus fiel (nach einem 35 Min. dauernden Anfall) starb er 2 Std danach ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

Auch Lady schafft locker 7 stündige Hochgebirgswanderungen. Wir sind danach groggy und liegen müde im Garten des Ferienhauses, sie schleppt ihr Spielzeug an und möchte ein wenig rennen... Klar, das liegt auch an der Rasse! Sie wurde ja zur Ausdauer und Wendigkeit gezüchtet. Aber es hat bestimmt auch mit der Ernährung zu tun.

Ueli
14.02.2012, 13:43
Hi Lady

ich find es toll, dass Du frisch fütterst............Ja, ich bin Deiner Meinung, je weniger künstliche Nährstoffe, je besser!

Meiner Einer erklärt bei Futterfragen halt gern, dass es auch Futter gibt, die inhaltlich dem Frischfutter entsprechen. Natürlich bei beiden Varianten, also Trocken- und Nassfutter.
Oft glauben Viele, dass solche Futter extrem teuer sind..............was ausgerechnet an der Tagesportion nicht zutrifft.

LG Ueli