Dr. Chantal Ritter
06.08.2008, 12:24
Die chronische Niereninsuffizienz ist ein trauriges Thema. Sie haben es selbst treffend beschrieben: zum Leben zu schlecht, zum Sterben zu gut!
Die Natur kennt regulierende Mechanismen; so ist es denkbar, dass Ihr Kater in der „Wildnis“ von einem Raubtier - einem Fuchs beispielsweise - erlöst würde. In unserer Welt haben wir für die Haustiere Rahmenbedingungen geschaffen, in denen die körperlichen Grenzen zwar dehnbar sind, aber das Leiden dafür umso greifbarer wird. Deshalb tragen wir auch eine besondere Verantwortung.
So wie Sie mir den Fall beschrieben haben, müssen Sie davon ausgehen, dass Percy vermutlich nie mehr gesund wird. Seine Krankheit wird wahrscheinlich wellenförmig verlaufen: mal wird es ihm besser, mal schlechter gehen, wobei sich sein Zustand tendenziell verschlechtern wird. Wollen Sie noch mehr für ihn tun, so gäbe es die folgenden Möglichkeiten:
- tägliche Infusionen unter die Haut (da wir noch keine „Dialyse“ bei Katzen anwenden) in "schlechten" Phasen
- tägliche Medikamentenabgabe (bspw. „Fortekor“) in Tablettenform
- Zwangsfütterung mit Nierenschondiät (besser als Babybrei, da diese auf schlechte Nierenwerte abgestimmt ist)
Voraussichtlich können Sie Percy mit einem Massnahmenbündel noch eine Zeit lang am Leben erhalten - wie lange wird von seiner körperlichen Verfassung und seinem Lebenswillen abhängen. Sie kennen Percy: sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass er loslassen möchte, oder sollten seine Beschwerden die Lebensfreude vollständig verdrängen, so kann es Ihre schmerzliche Aufgabe sein, ihn beim Tierarzt vom Leiden zu erlösen.
Die Natur kennt regulierende Mechanismen; so ist es denkbar, dass Ihr Kater in der „Wildnis“ von einem Raubtier - einem Fuchs beispielsweise - erlöst würde. In unserer Welt haben wir für die Haustiere Rahmenbedingungen geschaffen, in denen die körperlichen Grenzen zwar dehnbar sind, aber das Leiden dafür umso greifbarer wird. Deshalb tragen wir auch eine besondere Verantwortung.
So wie Sie mir den Fall beschrieben haben, müssen Sie davon ausgehen, dass Percy vermutlich nie mehr gesund wird. Seine Krankheit wird wahrscheinlich wellenförmig verlaufen: mal wird es ihm besser, mal schlechter gehen, wobei sich sein Zustand tendenziell verschlechtern wird. Wollen Sie noch mehr für ihn tun, so gäbe es die folgenden Möglichkeiten:
- tägliche Infusionen unter die Haut (da wir noch keine „Dialyse“ bei Katzen anwenden) in "schlechten" Phasen
- tägliche Medikamentenabgabe (bspw. „Fortekor“) in Tablettenform
- Zwangsfütterung mit Nierenschondiät (besser als Babybrei, da diese auf schlechte Nierenwerte abgestimmt ist)
Voraussichtlich können Sie Percy mit einem Massnahmenbündel noch eine Zeit lang am Leben erhalten - wie lange wird von seiner körperlichen Verfassung und seinem Lebenswillen abhängen. Sie kennen Percy: sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass er loslassen möchte, oder sollten seine Beschwerden die Lebensfreude vollständig verdrängen, so kann es Ihre schmerzliche Aufgabe sein, ihn beim Tierarzt vom Leiden zu erlösen.