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Hunde - Artikel, Tipps und Reportagen In diesem Forum publiziert die Journalistin Susanne Reininger exklusiv für unsere Community nützliche und spannende Stories rund um den Hund. Meinungen und Kommentare sind ausdrücklich erwünscht!

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Alt 20.07.2010, 15:56
susanne_reininger susanne_reininger ist offline
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susanne_reininger befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Idee Trauer um Wautzi

Wenn Büsi durch einen Unfall mit einem Auto oder ein Motorrad ums Leben kommt, oder Wautzi aufgrund eines bösartigen Tumors eines Tages von seinem Leiden erlöst werden muss, stehen schwere Zeiten an für Frauchen und Herrchen. Denn für sie ist der Tod ihres Vierbeiners äusserst schmerzhaft. Wir geben wertvolle Ratschläge im Umgang mit der Trauer um das lieb gewonnene Familienmitglied.

Trauer sollte grundsätzlich respektiert werden
„Stell dich nicht so an, es ist ja bloss ein Tier und kein Mensch“, muss sich mancher Hunde- oder Katzenhalter anhören, wenn sein Liebling verstorben ist. Doch „Trauer soll grundsätzlich respektiert werden, einerlei ob ein Menschen oder ein Tier verstorben ist“, betont die renommierte Familientherapeutin Bettina von Schorlemer. „Wer sich auf ein Tier einlässt, der erhält sehr viel Zuneigung und Zuwendung. Er lebt mit einem Tier, bemüht sich, seine Sprache zu verstehen, sein Wesen zu respektieren und ein gutes Miteinander zu pflegen“, erläutert die Inhaberin des „Frankfurter Therapiezentrums“ in Hessen, Deutschland. Zuneigung, Achtsamkeit und Respekt seien soziale Elemente, die wir auch im Umgang mit Menschen berücksichtigen.

Ein Tier liebt uns bedingungslos
Den markanten Unterschied zwischen Mensch und Tier als Sozialpartner beschreibt Bettina von Schorlemer so: Behandeln wir ein Tier gut und artgerecht, so gibt es uns seine Liebe und Zuwendung bedingungslos. Es ist ihm egal, ob wir gut aussehen, ob wir fröhlich oder traurig sind, ob wir gute Berufsleistungen oder schlechte bringen, ob wir Markenkleidung tragen oder preiswerte Mode von H&M – ein Tier liebt uns um unserer selbst willen kritiklos, stets vorausgesetzt, wir behandeln es seinem Wesen, seiner Art und Rasse entsprechend sorgfältig. Aus eben diesen Gründen trauert der Mensch beim Tod seines Tieres. Denn Büsi und Wautzi sind ein Mitglied der Familie und erfüllen - wie alle anderen Familienangehörigen auch - eine wichtige Rolle und Position. Deshalb gelten beim Trauern auch ähnliche Regeln wie beim Verlust eines geliebten Menschen.

Grab fürs Tier vor allem für Kinder wichtig
Traurige Gefühle darf man sich sehr wohl erlauben und sie auch zeigen. Idealerweise hat man eine Grabstätte für das Tier. Dort kann man eine Lieblingsblume pflanzen, einen Blumenkübel aufstellen oder auch ein kleines Kreuz. Eine Grabstätte ist besonders für Kinder wichtig. Hat man nicht die Gelegenheit eine Grabstätte zu finden, hilft es bei der Trauerbewältigung, zu Hause einen kleinen „Gedenkplatz“ einzurichten: Ein paar Lieblingsfotos des Tieres gehören dazu, vielleicht ein anderes Andenken wie die Lieblingsspielmaus der Katze oder der Quietschball des Hundes. An diesen Ort können auch Blumen gestellt werden oder eine kleine Pflanze oder/und eine Kerze, die man ab und an anzündet, um an die fröhlichen Zeiten und Erlebnisse mit seinem Tier zu denken.

Bitte nicht gleich einen Nachfolger anschaffen!
Solch ein Ort der Erinnerung darf ruhig ein Jahr stehen bleiben. Danach kann eine Fotoecke eingerichtet werden. Natürlich kann ein Ort des Gedenkens auch da sein, wenn man eine Grabstätte hat. Man darf seine Trauer auch mit anderen Menschen teilen. Am besten natürlich mit solchen, die das Tier kannten und mochten – und deshalb selbst Tierfreunde sind. Der wichtigste Ratschlag der Frankfurter Therapeutin und Tierfreundin: „Ich empfehle, sich nicht sogleich nach dem Tod ein ‚neues’ Tier ins Haus zu holen. Das verstorbene Tier kann nicht ersetzt werden und es wäre ungerecht, dies von einem Nachfolger zu erwarten.“ Deshalb solle man mindestens ein halbes Jahr zuwarten, bevor man an ein neues Tier denkt.

Geändert von susanne_reininger (20.07.2010 um 16:37 Uhr)
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